Mit dieser beschäftigt sich am kommenden Dienstag auch der Gemeinderat: Traktandiert ist die Kreditbewilligung für einen neuen Gebäudetrakt mit Doppelkindergarten und Tagesschule beim Schulhaus Brühl. Kostenpunkt: rund 7,49 Mio. Franken. Tatsächlich rechnet man nach der der Überbauung von «Weiltblick» mit mehr Kindern im Quartier, womit fünf statt aktuell drei Kindergärten nach heutigen Einschätzungen den Bedarf decken sollen.

Einem Grundlagenbericht von 2016 zufolge seien aber die vorhandenen Kindergarten- und Tagesschul-Standorte am Birkenweg und Tannenweg baulich in einem zu schlechten Zustand und darüber hinaus zu wenig geräumig, als dass sich eine Sanierung rechnen würde. Und so sollen eben diese Standorte Tannenweg und Birkenweg aufgehoben werden. Darauf wird ein Verkauf der Grundstücke in Erwägung gezogen; dies allerdings müsste mit einem separaten Beschluss aufgegleist werden.

Als Ersatz und Erweiterung plant die Stadt im «Weitblick»-Perimeter drei neue Kindergärten. Und worüber die Gemeinderäte am Dienstag befinden: den besagten Doppelkindergarten mit Tagesschule gleich östlich des Schulhauses Brühl. Dafür wird die Tagesschule im Schulgebäude selbst aufgehoben, was zusätzliche Raumreserve schafft, die ebenfalls der Entwicklung der Schülerzahlen Rechnung trägt.

Viel Platz für Kinder

Das geplante Gebäude in Skelettbauweise geht aus einem Wettbewerbsverfahren hervor und stammt aus der Feder des jungen Badener Architektenbüros «Kollektiv Marudo GmbH». Im Erdgeschoss sind die Räumlichkeiten für die beiden Kindergärten, sowie ein Hauptraum der Tageschule untergebracht. Das Obergeschoss beherbergt fünf weitere Haupträume der Tagesschule. Gruppenräume, eine Küche sowie Lehrerzimmer und Garderoben zählen ebenso zur Ausstattung des zweistöckigen Gebäudes. Östlich des Pavillons, um den ein Laubengang führt, werden zudem Aussenschulzimmer für den Kindergartenunterricht unter freiem Himmel realisiert.

Nach der voraussichtlichen Kreditbewilligung durch den Gemeinderat gelangt das Geschäft am 25. Juni an die Gemeindeversammlung und im November an die Urne. Vorbehältlich irgendwelcher Einsprachen wäre im Mai 2020 mit dem Baubeginn zu rechnen. Die Inbetriebnahme ist für den Juli 2021 terminiert. Mit baulichen Herausforderungen wird beim Baugrund gerechnet. Gemäss Untersuchungen liegen im Untergrund des Baufelds «äusserst schwierige Verhältnisse» vor, womit man sich bei der Erstellung des Fundaments entsprechende Vorkehrungen treffen müsse.

Mit rund 7,5 Mio. Franken, von denen bereits 5 Mio. vorfinanziert sind, seien die projektierten Kosten absolut im Rahmen, dies liess Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts, bereits anlässlich der Beratung in der Gemeinderatskommission GRK verlauten. Sie zog Vergleiche mit ähnlichen Anlagen, beispielsweise in Bern. Dass die Kosten gegenüber ursprünglichen Berechnungen im Finanzplan um 2,5 Mio. Franken höher liegen, begründet sie damit, dass zwischenzeitlich eine detaillierte Strategie vorliege und sich die Grundlagen seit 2017 verändert hätten.