Mit einem Monatsmittel von 9,5 Grad blieb der Monat zwar gerade noch im üblichen Rahmen - doch nach dem langen kalten Winter hätte man gerne etwas wärmer gehabt. Denn die Sonne machte sich über weite Strecken rar, nur gerade an fünf von 30 Tagen schien sie mehr oder weniger durchgehend. Dafür gabs genug Regen, wie die 137,4 Liter pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz belegen. Wie meistens üblich fielen in Solothurn rund 20 Liter weniger.

Immer aufs Wochenende hin nass

Nach der eher garstigen Karwoche und einem Aprilstart am Ostermontag mit Bise und sehr kalten 3 Grad am Mittag blieb dieser ungeliebte Wettertyp fast das ganze erste Monatsdrittel erhalten. Erst am 10. April wurden mittags zweistellige Temperaturen erreicht, allerdings blieben dank der zähen Hochnebeldecke auch die gefürchteten Bodenfröste aus.

Tags zuvor hatte allerdings eine kräftige Kaltfront den ohnehin noch (Weissen)stein mit einer kräftigen Neuschneedecke versehen, garniert worden war der Wettersturz mit dem ersten Nachtgewitter. Die viertägige Regenperiode wurde ausgerechnet auf einen Sonntag, den 14. April, durch das erste richtige Frühlingshoch abgelöst.

Zaghaft erwachsende Vegetation

Es sollte dies jedoch der einzige Weekend-Lichtblick im ganzen April bleiben. Denn schon nach vier Tagen wars mit der Herrlichkeit und Tageshöchstspitzen von über 20 Grad wieder vorbei, und die erst zaghaft erwachende Vegetation legte eine weitere Zwangspause ein. Bis auf drei Wochen hatte sich der Rückstand inzwischen bei der Birnen- und Kirschenblüte summiert.

Ganz grässlich dann der Samstag, 20. April: Bis Oberdorf hinab schneite es, und das nicht zu knapp. Erst auf Mitte der letzten Aprilwoche erholte sich Solothurn von diesem Kälteschock, und erneut zeigte ein Hoch, wie es sein könnte: Wolkenloser Himmel, die Aussenrestaurants überfüllt und Sonne pur. Schon am Freitag, 26. April, war es vorbei mit der Herrlichkeit. Wieder wurde es aufs Wochenende hin nass, grau und recht kühl.

Vergessen Sie den App

Gerade die letzten Apriltage haben bewiesen, wie schwierig derzeit präzise Prognosen zu stellen sind - ein Wetter-App wird da auf Tage hinaus völlig nichtssagend. An der Grenze zu massiv kälterer Luft gelegen, pendelten die Wettermodelle für die Schweiz fast stündlich von wärmer-trocken bis nasskalt. Vorläufig bleibt es bei diesem Solala-Wetter: Mässig warm, mässig nass. Nächste Woche könnte sich ein Hoch festsetzen, doch bis weit in den Mai hinein zeigen die Modelle einen kühlen Grundraster.