Der Fall des Solothurner Musikers Adnan Mursula sorgte in der Schweiz für Gesprächsstoff. Bei einer Polizeikontrolle wurde der 34-Jährige positiv auf Amphetamine getestet, obwohl er nur Red Bull getrunken hatte. Seit Mittwoch beschäftigen die falschen Drogentests auch die Solothurner Politik. Nun sind auch internationale Medien auf den Fall aufmerksam geworden und versuchen, Nicht-Schweizern den Begriff «Drögeler» zu erklären.

Ein «Leidensweg» 

«Skandalös: Kosovarischer Musiker verliert Führerschein nach Trinken eines Red Bulls». So titelt die albanische Zeitung «Shtegu» den Fall und bezeichnet seine Geschichte als «Leidensweg». 

Falscher Drogentest wegen RedBull-Sucht

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Sogar in Japan konnte der Fall verfolgt werden. Die Zeitung «Swissjoho» titelt auf Japanisch empört: «Drogentest ist bei Red Bull positiv!?» und erklärt seinen Lesern in den ersten Zeilen, dass «Red Bull ein erfrischendes Getränk ist, das Sie kennen». Ausserdem verweist die Zeitung darauf, dass in der Vergangenheit tatsächlich Kokain in Red Bull Cola enthalten war, das in Europa und den USA verkauft wurde. 

Falschen Namen übernommen

Auch in Luxemburg machte die Geschichte ihre Runden, als die luxemburgische Version der Pendlerzeitung «20 Minuten» darüber berichtete. Da der «Blick» in einem ersten Artikel Mursulas Namen falsch schrieb, übernahm die Zeitschrift den Fehler ebenfalls. So wurde «Mursula» kurzerhand zu «Mursulu». 

Den gleichen Fehler hat auch die deutsche Zeitung «Tag24» übernommen. Sie erzählt die «kuriose Geschichte» des «Adnan Mursulu» und fragt rhetorisch, ob Red Bull wirklich dieselbe Wirkung hat wie Amphetamine. Im Artikel wird Mursula zitiert, wie er dem Blick sagt, er sei wie ein Drögeler behandelt worden. In einer Anmerkung erklärt die Redaktion, dass der Begriff Drögeler im Hochdeutschen mit Drogenabhängiger zu übersetzen ist.  

Das deutsche Onlinemedium «Vice» geht sogar noch einen Schritt weiter und bürgert den Kosovaren ein, indem es den Musiker im Titel als Schweizer bezeichnet. (chg)

Drogen-Schnelltest am Ende?

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