Kirche St. Niklaus

Der Einsiedelei-Kreuzweg hat einen modernen Anstrich

Eines der Werke aus Maria Hafners Schaffen

Bilder von der Künstlerin Maria Hafner werden in der Kirche St. Niklaus ausgestellt. Der Kreuzweg der Einsiedelei wurde restauriert und mit den Entwürfen von Til Frentzel umgesetzt.

Die bekannte Zuger Künstlerin Maria Hafner (1923 bis 2018) hat der Gesellschaft der Einsiedelei St. Verena Bilder aus ihrem Nachlass vermacht, die jetzt zum Teil in der Kirche St. Niklaus ausgestellt sind. Diakon Karl-Heinz Scholz konnte an der Vernissage ein vielköpfiges Publikum begrüssen. Er gab das Wort an Marie-Christine Egger weiter, die die Geschichte der Gesellschaft und insbesondere die Realisierung des Kreuzweges als Meditationsweg erläuterte.

Der einstige von Solothurner Patriziern gestiftete Kreuzweg befand sich in einem desolaten Zustand. In einem ersten Schritt wurden die noch bestehenden Kreuze restauriert und in einem zweiten Schritt wurden die Entwürfe von Til Frentzel für die neuen Kreuze umgesetzt. Im Vorstand der Gesellschaft kam es zu heftigen Kontroversen, ob die Bebilderung der Kreuze wieder im barocken Stil oder in einer modernen Fassung ausgeführt werden sollte.

Der Richtungsstreit hätte beinahe das Auseinanderbrechen der noch jungen Gesellschaft zur Folge gehabt. Nachdem der bisherige Präsident zurückgetreten war, konnte in Dieter Bedenig ein neuer Präsident gefunden werden, der allerdings seine Zusage davon abhängig machte, dass die Wiederherstellung des Kreuzweges in Angriff genommen werde. Dank des diplomatischen Geschicks Bedenigs konnte der Entscheid für eine moderne Fassung weitere Unruhe verhindern. Auf Empfehlung von Roman Candio wandte sich die Gesellschaft an Maria Hafner, welche sogleich Entwürfe erstellte. Silja Walter schrieb zu jedem Bild ein passendes Gedicht.

Eva Pfeifer rezitierte einige der Gedichte, beispielsweise auch jenes für das Bild Veronika mit dem Schweisstuch, das Hafner besonders am Herzen lag und für dessen Realisierung man sich theologisch absicherte, da diese Episode in der Bibel nicht vorkommt. Für den musikalischen Teil sorgte Til Frentzel mit eigenen Kompositionen, die er auf der Querflöte vortrug, begleitet von Daniel Trutt auf der Bassgitarre.

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