Seit dem Wechsel der strategischen Spitze hatte zwischen den Parteien Funkstille geherrscht: Verwaltungsratspräsident Antoine Bonvin sei nie erreichbar, hatte Stadtpräsident Kurt Fluri moniert.

Da die Stadt sowohl als Mieterin für die städtischen Vereine als auch als Baurechtgeberin der CIS auftritt, bekundete sie grosses Interesse, die Unsicherheiten zum CIS zu klären. So sei in Vergangenheit nur marginal in die sanierungsbedürftige Anlage investiert worden. Gerade Sportvereine beklagten sich wiederholt über unzumutbare Trainings- und Matchbedingungen.

Über Inhalt und Ausgang der Gespräche mit der Stadt (und anderen Akteuren) wollte sich der CIS-Verwaltungsrat noch nicht im Detail äussern. Immerhin gibt er bekannt, dass man die bestehende Geschäftsführung unter Marcel Weidmann weiterführen wolle: «Er und sein Team haben unser Vertrauen. Wir hoffen, dass er aus dem CIS einen Ort des Wohlbefindens machen kann», so Verwaltungsrat Glenn Proellochs.

Im Mai war der Verwaltungsrat mit Joshua Steffen und Beat Mani ausgewechselt worden. Offizieller Grund: Die Dinett Holding, der die CIS Solothurn AG angehört, hat den Verwaltungsrat über die ganze Gruppe vereinheitlicht.

Für Solothurn stehen folgende Pläne an, nachdem seit Mai Strukturen und Finanzen des CIS überprüft werden: «Das Ziel ist, die Situation genau zu verstehen und daraus eine gewinnbringende Strategie für das CIS und seine Benutzer zu definieren», sagt Proellochs weiter.

Ebenso setzt er sich gegen die Vorwürfe zur Wehr, wonach die Mieteinnahmen des CIS-Sportzentrums herausgenommen statt investiert werden: «Heute werden die Einnahmen nur für Zahlungen des CIS verwendet. Es gibt keine Transfers zu anderen Gesellschaften der Gruppe.»

Gleichzeitig wendet er ein, dass die finanzielle Situation der Dinett Holding schwierig sei: «Hier ist ebenfalls eine Überprüfung im Gange, um die Verantwortung des bisherigen Managements, die möglichen Optionen und nötigen Restrukturierungen zu erkennen und die Gruppe in eine gesunde Zukunft zu führen», sagt Glenn Proellochs weiter.

«Den Betrieb aufrechterhalten»

Marcel Weidmann als Geschäftsführer gibt nach den erfolgten Gesprächen mit der Stadt bekannt, dass der VR unter Glenn Proellochs’ Federführung in den kommenden 14 Tagen in einer Auslegeordnung die offenen Punkte aufnehmen und entsprechend priorisieren will.

«Unsere Priorität bis dahin besteht darin, den Betrieb für die Nutzer aufrechtzuerhalten», sagt Weidmann. Eins weiss er aber schon jetzt: Für die Fortführung des Gastrobereichs sei mehr Personal in Fest- statt Stundenanstellung nötig. «Die Gäste sollen ihre Ansprechpersonen kennen.» (ak)