Solothurn
Der Chästag findet statt – aber «der gesellige Teil fällt weg»

Am Solothurner Chästag gibt es wegen Corona kein Rahmenprogramm. Nebst 37 Marktständen soll es aber auch einen Take-Away-Bereich geben.

Fabio Vonarburg
Drucken
Teilen

Aus dem Solothurner Veranstaltungskalender musste man in den vergangenen Wochen einiges herausstreichen. Die HESO ist abgesagt, das Oktoberfest findet nicht statt, wie auch das Streetfood-Festival und der Light Run ausfallen. Auch die Organisatoren des Solothurner Chästags haben sich überlegt, den Event abzusagen, sich letztendlich aber dagegen entschieden. Über die Beweggründe sagt Ok-Präsident Robert Flückiger: «Wir haben uns gedacht, wenn der Wochenmarkt durchgeführt werden kann, muss es doch auch möglich sein, dass wir Käse verkaufen können.» Und so haben die Organisatoren, in Zusammenarbeit mit den Behörden, ein Konzept ausgearbeitet, das einen Chästag auch in Zeiten von Corona zulässt. Dieses stellten sie am Donnerstag an einer Medienkonferenz vor.

Wie bereits bekannt, fällt am diesjährigen Chästag vom 3. September das Rahmenprogramm komplett aus. Das heisst: Keine Kühe auf dem Dornacherplatz, kein Alpabzug, keine Kinder, die musizieren. Die Veranstaltung besinnt sich gezwungenermassen auf das zurück, was sie vor genau zehn Jahren war: Ein Markt, auf dem in erster Linie regionale Produkte verkauft werden, vor allem Käse. 37 Verkaufsstände wird es dieses Jahr geben. Dieses Jahr findet er aber nicht in den Gassen der Vorstadt, sondern auf dem Kreuzackerplatz statt. «Dort haben wir bedeutend mehr Platz», sagt Flückiger, der darauf hinweist, dass der Abstand zwischen den Ständen immer mindestens fünf bis sechs Meter beträgt.

Für Take-Away-Bereich steht Bewilligung noch aus

Die Bewilligung für den Markt haben die Veranstalter bereits vorliegen. Anders sieht es mit der Bewilligung vom Take-Away-Bereich aus. Dies wird voraussichtlich erst eine Woche vor dem Chästag vom kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit vergeben, mit den aktuell geltenden Bestimmungen. «Wir sind zuversichtlich, dass wir diese bekommen», sagt Flückiger.

Das Konzept der Organisatoren sieht einen abgesperrten Take-Away-Bereich rund um den Brunnen auf dem Kreuzackerplatz vor. Wer rein will, muss seine Personalien angeben, um im Falle des Falles das Contact Tracing zu ermöglichen. Es dürfen sich gleichzeitig höchstens 100 Personen im Take-Away-Bereich aufhalten. Anders als in den Vorjahren wird es auch keine Bänke und Tische geben. Damit wollen die Veranstalter Ansammlungen vermeiden.

Der gesellige Teil fällt dieses Mal weg

, sagt Bruno Meyer, der Marktchef des Chästags, der an die Eigenverantwortung der Besucherinnen und Besucher appelliert, sie daran erinnert, den nötigen Abstand einzuhalten. Darauf hinweisen werden am 3. September auch aufgestellte Plakate sowie Helfer des Chästags.

Bezüglich Besucherzahlen macht sich OK-Präsident Robert Flückiger keine Illusionen. «Wie viele Besucher kommen werden, ist schwierig abzuschätzen, aber wir erwarten wesentlich weniger als sonst.» 2019 waren es über 20'000.

Aktuelle Nachrichten