Ganze Erdbeerstauden locken mit den roten «Vernasch-michs», daneben Kuchen aus denselben Früchten, stapelweise Rhabarberstangen im Kontrast zu knackigen Salaten - mit dem schönen Wetter hat auch der Bucheggberger Märet auf dem Rossmarktplatz eine ganz andere Ausstrahlung erhalten. Seit Mitte März die sechs Marktfahrer ihre vierte Saison in der Vorstadt begonnen hatten, gabs nie auch annähernd solches Wetter.

Gute Entwicklung

«Vor allem die Stammkundschaft hat uns aber die Treue gehalten, ja vor Pfingsten waren sogar sehr viele Leute hier», weiss Pia Studer, Vizepräsidentin des zehnköpfigen OKs. Angestossen hatte zwar 2010 den Bucheggberger Märet die Vereinigung Pro Vorstadt, «aber wir haben die Organisation längst abgegeben», meint deren Präsident Martin Tschumi, ebenfalls ein treuer Märetkunde. «Der Markt hat sich seither sehr gut entwickelt», erklärt Pia Studer, die mit dem Präsidenten Hans Neeracher nun schon jahrelang auf einen treuen Stamm von Marktfahrern zählen kann. «Wir hatten erst einen Wechsel, und zwar altershalber.» Und Neeracher ergänzt: «Zusätzliche Marktfahrer sind nicht das Ziel, aber wir streben noch eine grössere Bandbreite des Sortiments an den einzelnen Ständen an.»

Wieder Chästag mit Viehschau

Während der Bucheggberger Märet - bis Weihnachten jeden Donnerstag von 14 bis 20 Uhr - trotz kleinen Standmieten selbsttragend ist, sieht die Sache für das OK am 5. September etwas anders aus: Dann ist der dritte Chästag geplant, wiederum mit einer Viehschau und Prämierung auf dem Dornacherplatz. Angesichts eines Budgets von 15 000 bis 20 000 Franken sind Hans Neeracher und Pia Studer mit ihren OK-Kollegen auf Sponsoren angewiesen.

«Denn wir möchten die Gebühren für die Käseproduzenten möglichst tief halten.» Der letztjährige Chästag hatte sich über den Unteren Winkel und den Patriotenweg bis zum Kreuzackerquai hingezogen und war ein grosser Publikumserfolg gewesen. Mit dabei ist wieder das Label «das Beste aus der Region», unter dem Käseproduzenten aus mehreren Kantonen vereinigt sind. Diesmal könne die Strasse ab der Einfahrt zum Berntor-Parking abgesperrt werden, «sogar die Busse werden dann umgeleitet», freut sich Pia Studer.

Markt wird besser wahrgenommen

Die bevorstehende Umgestaltung des Strassenraums entlang des Rossmarktplatzes (wir berichteten) dürfte sich laut den Organisatoren nur positiv auf den Bucheggberger Märet auswirken. «Wir freuen uns auf die Umgestaltung, das gibt dem Märet nochmals einen Kick», ist Pia Studer überzeugt. «Die Strasse erhält eine neue Linienführung, dadurch werden der Platz und der Märet ganz anders wahrgenommen.» Womit sich das Hauptziel des OKs mit dem der Stadtbehörden deckt: mehr Lebensqualität in die Vorstadt zu bringen.