Stadttheater Solothurn
Der bevorstehende Theaterumbau bringt einiges mit sich

Im Juni wird das Stadtheater Solothurn ausziehen und für 18 Monate auf dem Zeughausplatz, in der Reithalle, im Kunstmueseum und Kreuzsaal spielen. Ab November 2014 soll das für knapp 20 Mio. Franken umgebaute «Barocktheater» zur Verfügung stehen.

Wolfgang Wagmann
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Bühne des Stadttheater Solothurn.

Bühne des Stadttheater Solothurn.

Hanspeter Bärtschi

Vor dem «Exodus» des Stadttheater in Solothurn und damit einer grossen Herausforderung steht die neue Stiftung Theater Orchester Biel Solothurn, kurz TOBS. «Wir fangen als neue Organisation am 1. Juli an zu funktionieren», erklärte Stiftungsratspräsident Andreas Marti am Dienstag. Die Säulenhalle war mit Freunden des Stadttheaters dicht gefüllt, wohl an die 200 konnte ihr Präsident Markus Jenal begrüssen.

Der neue Direktor Dieter Kaegi präsentierte nicht nur die «Auslagerungspielzeit» 2013/14 sondern auch die teilweise neue Crew mit Verwaltungsdirektorin Carole Trousseau-Ballif, dem technischen Direktor Thomas Märker, Schauspieldirektorin Katharina Rupp, Kaspar Zehnder (Leiter Sinfonie-Orchester Biel-Solothurn) sowie Franco Trinca (Leiter Musiktheater).

Spielen werde man so Kaegi an vier Orten: der Reithalle mit rund 300 Plätzen nach der HESO bis zu dem Filmtagen und danach, zuvor im Sommer auf dem mit einer Tribüne bestückten Zeughausplatz, dazwischen auch im Kreuz-Saal sowie im oberen Lichtsaal des Kunstmuseums.

Sie orientierten: Andrea Lenggenhager und Dieter Kaegi.

Sie orientierten: Andrea Lenggenhager und Dieter Kaegi.

Hanspeter Bärtschi

Vor allem aber freue er sich «auf eines der schönsten Barocktheater überhaupt» nach dem Umbau, «es wird schweizweit, europaweit, ja weltweit für Aufsehen sorgen», schwärmte der neue Direktor. Und versuchte nochmals gründlich die Zweifel an der richtigen Garderobenanordnung über dem Café zu zerstreuen. Übrigens: Bis im November 2014 die Eröffnung des umgebauten Stadttheaters stattfinden kann, logiert das Theaterbüro in einer leer stehenden Villa an der Westumfahrung, die Kasse wird nördlich von St. Ursen installiert, aber auch die Fasnachts- und Liebhabertheater-Aufführungen (im März 2014) sind in Reithalle gewährleistet. «Und auch die Preise werden wir nicht erhöhen», versicherte Carole Trousseau-Ballif.

Nach der letzten Vorstellung am 15. Juni räumt das Stadttheater zügig das altehrwürdige Haus «und wir beginnen mit der Baugrundverdichtung sowie der Baustelleninstallation», erklärte Andrea Lenggenhager. Die Fischer- und Theatergasse würden während der Bauzeit nicht gesperrt, der Kollegiumshof allenfalls für den Kran und sicher als Lager benutzt. Bis Anfang November wird die Kantonsarchäologie in drei Etappen den Theatergrundriss in einer Tiefe von 60 bis 80 cm untersuchen. Grosse Herausforderung sei noch die Materialisierung des barocken Theatersaals – aber immerhin habe man schon über 12 Mio. Franken oder 68 Prozent des Budgets submittiert, verplant oder vertraglich vergeben. «Das gibt uns eine grosse finanzielle Plangenauigkeit.»

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