Rythalle AG
Der Begriff «HESO» ist nun geschützt

Die Rythalle AG hat sich entschlossen, den Begriff «HESO» schützen zu lassen. An der Generalversammlung wurde ebenfalls bekannt, dass die Auslastung der Reithalle rückläufig ist.

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Bestes HESO-Wetter.

Bestes HESO-Wetter.

Hanspeter Bärtschi

Manchmal inspiriert Grenchen auch Solothurn: «Nachdem die Stadt Grenchen die Messemarke MIA für einen wahrscheinlich fünfstelligen Betrag hatte zurückkaufen müssen, entschlossen wir uns, die Marke ‹HESO› schützen zu lassen», erklärte Christoph Rölli, Verwaltungsratspräsident der Rythalle AG an der Generalversammlung – besucht von 67 Aktionären. Der Schutz des Labels sei seit dem 11. September in Kraft und vorerst zehn Jahre lang gültig.

Im weiteren musste Rölli in seinem Jahresbericht einen Rückgang der Reithallen-Auslastung zwischen dem Juni 2014 und Juli 2015 vermelden. Durch den Bezug des umgebauten Stadttheaters und das Ende der Interimsspielzeit in der Reithalle war deren Belegung von 98 auf noch 47 Prozent oder von 358 auf noch 168 Tage gesunken. «Das ist zwar immer noch besser als früher, aber wir müssen versuchen, mehr qualitative hochstehende Anlässe für die Reithalle zu generieren.» Ein Schritt ist der Beitritt der Rythalle AG bei Solothurn Services für vorerst drei Jahre.

Davon verspricht sich Rölli Impulse bei der Hallenbelegung durch die zentrale Buchungsorganisation. Auch soll nächstes Jahr in einer Retraite die Strategie der Rythalle AG für die nächsten zehn Jahre festgelegt werden.

Zur Belegung hielt der Präsident noch fest, dass Partyveranstaltungen auf vier jährlich beschränkt sein würden. Rölli begründete diesen «Numerus clausus» mit den Immissionen für die Nachbarschaft, den allfälligen Einrichtungsschäden und manchmal auch Feilschereien um den Mietzins. «Es gibt Veranstalter, die rechnen mit 1000 Eintritten. Und wenn es dann 300 sind, haben sie Probleme.»

Gutes finanzielles Polster

Trotz solcher Vorfälle steht die Rythalle AG äusserst solide da. «Wir verfügen über 2 Mio. Franken flüssige Mittel», konnte Finanzchef Markus Boss vermelden, «das sind 300 000 mehr als im Vorjahr.» Zu diesem Umstand hätten vor allem die Vorauszahlungen bei den HESO-Standmieten beigetragen.

Die HESO ist auch weiterhin die Cashcow der Rythalle AG, hatte sie doch im Spitzenjahr 2014 1,783 Mio. Franken in die AG-Kasse gespült. Die Bau -und Betriebskosten beliefen sich auf 1,075 Mio. Franken bei einem Gesamtertrag von rund 2 Mio. Franken und einem Aufwand von 1,9 Mio. Franken blieb der AG ein Jahresergebnis von gut 106 000 Franken. «Unser Eigenkapital liegt damit bei 793 000 Franken oder 44 Prozent der Bilanzsumme», was laut Boss einer sehr soliden Finanzierung entspreche.

Unter «Varia» meinte Rolf Christ dezidiert, künftig sollten keine politischen Parteien mehr einen Stand und damit eine Plattform an der HESO erhalten – die Herbstmesse sei primär für das Gewerbe da. HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner verteidigte den Entscheid, der nach «reiflicher Überlegung» im Gesamt-OK gefallen sei. Aber man nehme die Anregung ernst und werde das Ganze nochmals überprüfen. (ww)