Solothurner Wetter
Der August hat den Sommer gerettet

Mit viel Sonne und wenig Regen brachte der August doch noch eine versöhnliche Sommerbilanz 2016 zustande. Und zu Ende ist der Sommer auch im September noch nicht.

Wolfgang Wagmann
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Im August gab es viele schöne Tage.

Im August gab es viele schöne Tage.

Lea Durrer

Mit einem Monatsmittel von 20,3 Grad blieb zwar der August um fast ein Grad hinter dem Juli zurück, aber er übertraf doch den langjährigen Wert um fast zwei Grad. So ergibt sich trotz des zu kühlen Junis für Solothurn ein Sommerdurchschnitt von 19,8 Grad, was gut ein Grad über dem Soll liegt.

Mit nur 44 Litern Regen pro Quadratmeter in Solothurn und 78 im Wallierhof Riedholz wurde das Monatsmittel klar verfehlt. Mit dem zu nassen Juni fiel jedoch über den ganzen Sommer gesehen die für die Jahreszeit übliche Regenmenge.

Die kleinen bösen Tiefs

Über den ganzen August hinweg beherrschten klar Hochdruckgebiete die Szenerie. So konnten die Knaller vom Dienst auch den Nationalfeiertag trocken geniessen – zur Restbewölkung vom Vortag gesellte sich lediglich der Pulverdampf.

Den ersten und grössten Nadelstich versetzte dem «ewigen Sommer» ein Tief am 4. Und 5. August, denn es brachte mit 30 Litern Regen im Wallierhof und 22 in Solothurn die gröbste «Regenperiode» des Monats. Ein auf den 10. August befürchteter, massiver Vorstoss von Polarluft drang nicht richtig bis Mitteleuropa durch. So blieb es mit einigen wenigen Tropfen Regen und recht kühlen Nächten bei Mittagstemperaturen knapp unter 20 Grad.

Einige Tage wurde es nun wieder gewittrig und schwülwarm bei recht geringen Niederschlagsmengen, ehe ab dem 20. nochmals recht kühle Luft für drei Tage das Szepter übernahm. Dann jedoch folgte ein eigentliches Sommerfinale mit Tropennächten und regelmässigen Topwerten von 30 bis 32 Grad.

Ein spektakuläres Intermezzo war das Gewitter in der Sonntagnacht am 28. August: Während einer Stunde riss ein heftiges Gewitter Solothurn aus dem Schlaf – der nächtliche Spuk blieb aber folgenlos. Der folgende Montag war der wohl düsterste Augusttag ohne einen Sonnenstrahl; Regen brachte er aber kaum. Dieser letzte Störenfried von einem Tief machte aber aufs Monatsende rasch einem neuen Hoch Platz.

Es bleibt Sommer

Noch gehört die Badehose keineswegs in die winterliche Mottenkiste: Nach einem Regen-Intermezzo am Sonntag sieht es ganz nach einer tendenziell sommerlichen ersten Septemberwoche aus. Die Aare dürfte weiterhin mit über 20 Grad zum Schwimmen und «Böötle» verleiten. Auch die Langzeitprognosen versprechen noch nicht wirklich einen ausgeprägten Herstbeginn.

Dieser fängt astronomisch gesehen nämlich erst am 22. September um 16.21 Uhr an – hat also nicht (wie verschiedentlich behauptet) bereits im August begonnen...