Kantonsratsaal
Den Eingangsbereich des Kantonsratssaal zieren schon bald Reliefs aus Stahl

Der Künstler Jean Mauboulès aus Bellach bespielt den Eingangsbereich des Kantonsratssaals mit Wandreliefs aus Stahl. Realisiert werden diese bis zur nächsten Session.

Elisabeth Seifert
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Wandrelief im Foyer vis-à-vis der Garderobe. (Skizze)

Wandrelief im Foyer vis-à-vis der Garderobe. (Skizze)

Zur Verfügung gestellt

Noch handelt es sich um Projektskizzen. Bald aber schon werden die feingliedrigen Metallobjekte des Plastikers Jean Mauboulès drei Standorte rund um den Kantonsratssaal künstlerisch beleben. Der Regierungsrat hat gestern das Kunstkonzept genehmigt. Realisiert wird dieses bis Anfang Mai, wenn das neu gewählte Kantonsparlament erstmals zusammentritt. Die Kosten für das Kunstwerk betragen 40 000 Franken.

Aus fünf Projektideen ausgewählt

Das Kunstprojekt des 70-jährigen Künstlers aus Bellach, der 1996 den Kunstpreis des Kantons Solothurn erhalten hat, wurde Anfang Februar durch eine Fachjury aus fünf Projektideen ausgewählt. Neben Mauboulès haben sich die folgenden Kunstschaffenden am Wettbewerb beteiligt: Renata Borer (Malerin, Büsserach), das Künstlerduo Monica Germann und Daniel Lorenzi (Malerei/Installationen, Zürich), Marco Grob (Fotograf, Olten) und Nancy Wälti (Plastikerin, Solothurn). Wie Morena Peduzzi vom Amt für Kultur gestern auf Anfrage sagte, waren alle diese Künstler Mitte letzten Jahres von der Fachjury direkt angefragt worden, ob sie sich mit einem Projekt bewerben. «Berücksichtigt haben wir unterschiedlich Kunstgattungen, die Erfahrung oder auch das Geschlecht», erläutert Peduzzi die Auswahl der Künstler. In der Fachjury hatte neben Vertretern des Kantons und des Kantonsrates auch Architekt Guido Kummer Einsitz, der für den Umbau des Kantonsratssaals zuständig war. Von der künstlerischen Seite war Thomas Woodtli, Präsident der Fachkommission für bildende Kunst in der Jury vertreten.

In Rücksprache mit der Denkmalpflege wurde schnell einmal klar, so Peduzzi, dass sich die «Kunst am Bau» auf den Raum ausserhalb des Kantonsratssaals beschränken muss. «Der Saal selber bildet eine geschlossene Einheit.» Am Projekt von Jean Mauboulès habe die Jury besonders die Verteilung auf drei Standorte überzeugt. «Dadurch entsteht der Eindruck eines Gesamtkunstwerks».
Jean Mauboulès stellt sein Kunstwerk unter das Motto «Bewegter Stillstand». Obwohl die Metallobjekte statisch sind, nehme man Bewegung wahr, zum Beispiel durch das Schattenspiel. Sein Werk schaffe keinen direkten Bezug zur Politik, betont Mauboulès. «Es geht mir um eine ästhetische Auseinandersetzung mit der Innenarchitektur des Saals»

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