Künstlerhaus
«demnach, dadurch, so dass»: Wo die Formsprache Künstler verbindet

Vom 20. Oktober bis 19. November zeigt das «S11» in Solothurn die Ausstellung «demnach, dadurch, so dass» mit Raphael Egli und Katharina Anna Wieser.

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Raphael Egli, Öl auf Leinwand, 2017.

Raphael Egli, Öl auf Leinwand, 2017.

Zur Verfügung gestellt

Die Titelwörter der S11-Ausstellung «demnach, dadurch, so dass» sind sprachlich gesehen alle Konnektoren: Sie bezeichnen Zusammenhänge und Verbindungen in den Sätzen. Der Luzerner Maler und Zeichner Raphael Egli und die Basler Künstlerin Katharina Anna Wieser sind in dieser Doppelausstellung eine aktive Zusammenarbeit eingegangen, die auf der vorhergehenden Entdeckung einer verwandten Formensprache in ihren Werken basiert. Raphael Eglis Bilder in Öl und mit Tusche oszillieren zwischen deutlich Figurativem und zunehmender Abstraktion. Die ausgestellten Werke zeugen von Eglis Interesse an Illusionen im Bild, vermehrter Reduktion in den Formen und an klar aufgebauten Bildräumen, die einen sichtbaren Konnex zu den gezeigten geometrischen Körpern von Wieser schaffen.

Die Objekte von Katharina Anna Wieser, die grossen Balken, sich schneidenden Scheiben und das Tetraeder-Volumen aus Holz, sie verbinden oder setzen Kontrapunkte in den Ausstellungsräumen des Künstlerhauses. Diese dreidimensionalen Kunstwerke stellen sich den Besucherinnen und Besuchern teilweise in den Weg, sie müssen umgangen werden.

Zwei- bis Dreidimensionales

Raphael Egli wurde 1975 in Wil SG geboren, ist im Toggenburg aufgewachsen und lebt seit über 20 Jahren in Luzern. Er hat an der Hochschule Luzern studiert und arbeitet neben seiner Lehrtätigkeit in seinem Atelier in Emmenbrücke. Als freischaffender Künstler setzt er sich in seinen abstrahiert-figurativen Werken mit den Medien Malerei, Zeichnung und Druckgrafik intensiv auseinander.

Katharina Anna Wieser wurde 1980 in Zürich geboren. Sie lebt und arbeitet in Basel. An der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern hat sie 2001 bis 2003 im Vorkurs und Grundkurs und 2003-2006 im Fachbereich «Kunst und Vermittlung» ihr künstlerisches Studium absolviert. Die dreidimensionalen Medien wie Installation, Objekte und Mobiles interessieren sie in ihrer Arbeit als freischaffende Künstlerin in besonderem Masse. Sie legt, stellt präzise geometrische Körper und Flächen – oder lässt solche Objekte im Ausstellungsraum schweben. (az)

Vernissage: Fr, 20. Oktober, 19 Uhr Künstlerhaus S11, Schmiedengasse 11. Ausstellung bis 19. November im Künstlerhaus «S11»