Herbstmesse Solothurn

Das «Wir-Gefühl»: An dieser HESO gibts nichts zu rütteln

Die 40. HESO hatte mehr mit dem Sommer als mit dem Herbst zu tun. Trotzdem oder gerade deswegen überwiegen zufriedene Echos.

Für HESO-OK-Präsiddent Urs Unterlerchner gehen zehn hektische Tage zu Ende: Die 40. Herbstmesse Solothurn HESO biegt in die Zielgerade ein. Die Geschäftsleitung hat ein erstes Feedback von 223 Ausstellern erhalten und 187 Rückmeldungen von Standinhabern, die schon im Vorjahr dabeigewesen waren. «60 Aussteller waren mit den Resultaten zufriedener als im Vorjahr. Etwas mehr als 100 zeigten sich gleich zufrieden wie 2016 und und nur gerade 20 fanden die Vorjahres-HESO besser»; zieht Unterlerchner ein erstes Fazit. 

Oder anders ausgedrückt: 81 Prozent waren «gut bis sehr gut» zufrieden, 15 bloss zufrieden und nur 4 Prozent oder 9 Aussteller unzufrieden.

Das «Wir-Gefühl»

Mit dem optischen Eindruck von vollen Hallen schon am Sonntagmittag bestätigt sich der Eindruck von Ausstellern und OK: Diese HESO war besser besucht als noch im Vorjahr, auch wenn es einzelne schwächere Phasen wie am Montagabend gab. «97 Prozent der Aussteller hatten einen guten bis sehr guten Gesamteindruck von der HESO 2017», bilanziert das OK weiter.

Mitverantwortlich dafür waren vor allem auch die Sonderschau «Vergraben – verbrennen – verwerten» der Kebag, die Gastregion Lenk Simmental und natürlich die Aktivitäten im Schanzengraben mitsamt dem Streichelzoo. «Wir hatten sehr unterschiedlich gut besuchte Abende, aber es kam dabei zu keinen Zwischenfällen», kann Urs Unterlerchner auch an der «Nightlife-Front» ein positives Fazit ziehen.

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Eines freut den OK-Präsidenten jedoch ganz besonders: Das Interesse an den Anwohner- und Aussteller-Anlässen sowie am Behördentag sei «riesig» gewesen. «Der enge Kontakt mit den Ausstellern lohnt sich, sie kommen und sind zufrieden. Es ist uns gelungen, an der HESO ein ‹Wir-Gefühl› zu erzeugen. Nur wenn die Aussteller unser Engagement spüren, nehmen sie auch längerfristig an unserer Messe teil.» Und ebenfalls wichtig: Der Parkplatz nördlich der Altstadt habe dank der weitgehend trockenen Witterung funktioniert.

Seltsames Signal vom Bauamt

Wichtig ist für Urs Unterlerchner, dass an den Fixpunkten der Herbstmesse Solothurn festgehalten wird. Da ist einmal der Gratiseintritt, dann aber auch der Standort unmittelbar am Altstadtrand. Dieser war offenbar auch schon hinterfragt worden – und zwar vom Stadtbauamt, welches die HESO dereinst in der Weststadt, auf dem neu zu erstellenden Veranstaltungsplatz beim Henzihof im Weitblick-Areal gesehen hätte.

Hätte, denn für das Messe-OK ist eine solche Züglete keine Option. Die Diskussion sei geführt worden, «und das Thema hat sich erledigt», betont Unterlerchner.Auch eine andere Idee, die immer wieder von einigen Ausstellern portiert wird, findet keine Gnade bei der HESO-Leitung: der geführte Zwangsrundgang, der nur einen Weg an allen Ständen vorbei durch die Hallen ermöglicht. Das würde nicht goutiert, meint Urs Unterlerchner.

Diskussionen hat die Bewertung der drei schönsten HESO-Stände durch eine externe Jury ausgelöst. «Nun, diese Diskussion kann man führen, und wir werden das Thema überprüfen. Aber es ist eine Tatsache, dass in den letzten Jahren die HESO-Stände qualitativ zugelegt haben», schaut Unterlerchner auch positiv auf die bisher vier Prämierungen zurück.

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