Die vergangene Fasnacht war keine einfache. Wegen Sturmprognosen liessen die Narren am Dienstagsumzug ihre prachtvollen Wagen in den Garagen. Unter diesem aussergewöhnlichen Ereignis stand denn auch die Hauptversammlung der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO in Oberdorf. Trotz Wetterpech sei die Fasnacht 2016 ein Erfolg gewesen, resümierte Ober-Ober Markus Wälti vor rund 40 Anwesenden Delegierten des UNO-Vorstandes, der Zünfte, Guggenmusiken und der Schnitzelbankgruppen.

«Vor Ehrfurcht erschaudert»

Wälti schwärmte vom närrischen Zusammenhalt und der Standhaftigkeit der Umzugsteilnehmer, nachdem klar geworden war, dass die Wagen dem Umzug fernbleiben mussten. «Die Stimmung, die vor dem Umzug auf dem Amthausplatz herrschte, liess mich vor Ehrfurcht erschaudern», sagte er. Er hoffe nun, dass ihm in seinem letzten Jahr als Ober-Ober der Wettergott hold sein werde. In der Tat gibt Wälti sein Amt nach der Fasnacht 2017 an einen Kollegen der «Hudibras Chutze» ab.

Ansonsten könne er nur Gutes über die vergangene Fasnacht berichten, so Wälti weiter. Einer seiner Höhepunkte sei der Hilari-Morgen gewesen. Chesslete, Kinderumzug und Umzüge seien ohne Zwischenfälle verlaufen. Und nicht zu vergessen die neue Klein-Plakette, das «Öuferli», die ein voller Erfolg gewesen sei.

«Öuferli» rettet fast das Budget

Auf das «Öuferli» kam anschliessend auch Säckelmeisterin Corinne Guldimann zu sprechen. «Die Plakette hat sich sensationell verkauft», sagte sie. Und das war hoch willkommen. Denn Schulferien und Wetter liessen den Plakettenverkauf einbrechen, es drohte der UNO ein massives Defizit. Das «Öuferli» und diverse Sparmassnahmen in allen Ressorts der UNO hätten indes Schlimmeres verhindert, betonte Guldimann. Somit resultierte zwar ein Verlust von 15'500 Franken, der aber durch das Vermögen der Fasnachtsgesellschaft aufgefangen werden kann. Dennoch bleiben die Sparmassnahmen bis auf weiteres in Kraft. Auch auf eine Ausschüttung an die Gruppen muss heuer verzichtet werden.

Die effiziente Kassenführung wurde mit Beifall honoriert und eine Fasnacht 2017 einstimmig beschlossen. Diese findet unter dem Motto «Chunsch ou» statt. Ebenso verdankt wurde die unermüdliche Arbeit von Toni Armbrust, der stets darum besorgt ist, dass alles rund um die Plaketten stimmt – notabene die Haupteinnahmequelle der UNO. Am Ende blieb für Wälti noch eine ehrenvolle Aufgabe übrig, die Ernennung von Sascha Haenschke von den «Mamfi» zum Ehren-Ober. (fab/uno)