Auf keine 5 Grad im Durchschnitt brachte es dieser März, damit blieb er mehr als ein halbes Grad unter dem diesjährigen Januarmittel und unterbot sogar den über weite Strecken schneereicheren, winterlichen März 2005. Insgesamt ist der erste Frühlingsmonat um fast ein Grad zu kalt gegenüber dem langjährigen Durchschnitt ausgefallen. Nebst drei Eistagen zu Monatsbeginn hielt sich auch eine Schneedecke fast die ganze erste Märzenwoche, wobei die 11  cm vom 3.  März im Wallierhof Riedholz die Höchsthöhe bedeuteten. An 17 Tagen fiel dort Niederschlag, wobei die Gesamtmenge von 110 Litern pro Quadratmeter nicht ganz ans übliche Monatsmittel heranreichten. In Solothurn selbst wurden nur 79 Liter oder Millimeter Regen und Schnee gemessen.

Die Sonne blieb ein rarer Gast

Der Start in den März – immerhin verbunden mit dem kalendarischen Frühlingsbeginn – fiel ausgesprochen winterlich aus. Erst nach einer Woche war fast aller Schnee verschwunden, doch zweistellige Tagemaxima blieben bei meist trübem Wetter mit leichter Regentendenz ebenso eine Ausnahme wie einige Sonnenstunden. Richtig nass wurde es am 11., 12. und 13. März, und erst ab der Monatsmitte hielt ein etwas milderer und nicht gar so düsterer Witterungscharakter Einzug.

Doch einige Tage vor dem astronomischen Frühlingsbeginn am 21. März zeigte nochmals der Winter seine Krallen. Flöckelte es doch bei leichtem Nachtfrost immer wieder bis in die Stadt hinab. Erst ab dem 23. März zeigte der Frühling, dass es eigentlich Zeit für ihn wäre, aber bei weiterhin kalten Nächten kletterte das Thermometer trotz Sonnenschein nicht massiv in den zweistelligen Bereich. Und pünktlich auf die Karwoche zogen vermehrt Regenwolken auf – auch die Schneefallgrenze pendelte sich auf Ostern wieder unterhalb des schon etwas ausgeaperten Göiferlätschs ein.

Der Frühling macht ernst

Unangenehme Erinnerungen – zum Vergessen. Denn nun nimmt der Frühling Dampf auf, und Mitte April dürfte der Rückstand von ein bis zwei Wochen in der Vegetations-Entwicklung aufgeholt sein, der Göiferlätsch sich in sattem Grün zeigen. Rechtzeitig auf die Hafebar-Eröffnung am Freitag wirkt ein Hochdruckgebiet, und so wie es aussieht, könnte am Wochenende bei 20 Grad erstmals Grillwetter herrschen. Zwar dürfte es schon am Sonntag wieder labiler werden, und schwache Fronten mit Schauern im Gepäck sind auch nächste Woche immer wieder drin. Ganz nach dem Motto: «Der April – macht, was er will!»

Immerhin: Ein später, massiver Frosteinbruch wie am 20. April des Vorjahres ist derzeit nicht erkennbar.