Solothurn
Das Vorstadt-Schulhaus soll unter Schutz gestellt werden

Die kantonale Denkmalpflege schlägt vor, die Solothurner Schulanlage unter kantonalem Denkmalschutz zu stellen.

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Das Vorstadt-Schulhaus wird bald renoviert.

Das Vorstadt-Schulhaus wird bald renoviert.

Fabio Vonarburg

Mit grosser Mehrheit (87 Prozent Ja-Stimmen) gaben die Solothurner Stimmbürger Ende November grünes Licht für die Gesamtrenovation des Solothurner Vorstadt-Schulhauses. Im Zusammenhang mit dieser Sanierung schlägt die kantonale Denkmalpflege vor, die Schulanlage unter kantonalem Denkmalschutz zu stellen und plant einen entsprechenden Antrag an den Regierungsrat. Zuvor kann sich aber noch der Solothurner Gemeinderat zu diesem Vorhaben äussern, was er in der kommenden Sitzung vom 19. Januar tun wird.

Die Begründung für die Unterschutzstellung ist im Entwurf zum Regierungsratsbeschluss zu lesen. Darin heisst es, dass die Stadt Solothurn einige charakteristische und bemerkenswerte Beispiele von Schulhausbauten aus verschiedenen Epochen besitze. «Dazu gehört auch das in der westlichen Vorstadt gelegene Primarschulhaus aus der Zeit der frühen Nachkriegsjahre», das Ende der 1940er-Jahre vom Solothurner Architekturbüro «Walthard, Hoeschele, Doench» entworfen wurde.

Das Büro hatte im Projektwettbewerb eigentlich nur den zweiten Platz belegt. Für die Gestaltung des Aussenraumes zeichnete sich Ernst Surbeck verantwortlich, der damals mit dem renommierten Zürcher Landwirtschaftsarchitekt Ernst Cramer zusammenarbeitete.

«Hoher städtebaulicher Stellenwert»

«Insgesamt besitzt die Schulanlage einen hohen architektonischen, typologischen und städtebaulichen Stellenwert», heisst es im Entwurf weiter. Zudem weise das Schulstadt-Schulhaus sowohl im Aussenbau wie im Innern einen ausserordentlichen hohen Bestand an bauzeitlicher Bausubstanz auf. Erwähnt wird weiter, dass die Anlage in ihrer Formensprache der durch den Zweiten Weltkrieg abgedämpften Moderne entspreche, die den Einfluss der Landesausstellung 1939 in Zürich zeigt.

Falls der Regierungsrat dem Vorschlag der kantonalen Denkmalpflege folgt, ist künftig unter anderem die Gebäudehülle, die Tragkonstruktionen oder auch die fest eingebaute architektonische und künstlerische Ausstattung geschützt. Änderungen darf der Eigentümer der Anlage nur mit Erlaubnis der kantonalen Fachstelle vornehmen. Bereits im Hinblick auf die Gesamtrenovation des Vorstadt-Schulhauses sowie dem geplanten Erweiterungsbau auf dem Areal, stand die Denkmalpflege der Stadt Solothurn beratend zur Seite. (fvo)

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