Das Theater Mausefalle ist längst ein Begriff in der Solothurner Kulturszene. Es hat sich in den letzten Jahren stetig weiter entwickelt. Nebst der Vereinsgründung war für das Theater der Umzug nach Zuchwil ein wichtiger Meilenstein. Dieser verhalf dem Laientheater zumindest organisatorisch zu mehr Professionalität. Der Verein zählt heute etwa 60 Mitglieder.

Wechsel in der Organisation

Seit 2011 ist Remo Streit Mausefalle-Präsident. Vor kurzem gab er seinen Rücktritt bekannt. Dieser soll im Jahr 2015 erfolgen. «Ich möchte zu einem Zeitpunkt aufhören, zu dem es strukturell gut läuft», begründet Streit. In den letzten fünf Jahren ist viel passiert. 2009 wurde der Verein erst gegründet, 2011 zog die Gruppe in ein neues Lokal in Zuchwil. Der Umzug habe sich gelohnt. «Jetzt sind die nötigen Strukturen räumlich und organisatorisch gegeben», so der amtierende Präsident. «Der Grundstein für eine blühende Zukunft ist gelegt. Die Strukturen haben wir jetzt erarbeitet», so Streit. «Die letzten fünf Jahre waren eine wunderbare Zeit.» Nach einer intensiven Präsidentschaftsperiode möchte er jemand anderem Platz machen. Er selber ist seit 16 Jahren Mitglied der Mausefalle und will auch nach seinem Rücktritt aus der Organisation weiterhin im Verein aktiv bleiben.

Profil des Nachfolgers

Noch ist nicht klar, wer der neue Präsident oder die neue Präsidentin wird. Einen Kandidaten kann Streit noch nicht nennen. Den Steckbrief der neuen Person gibt er jedoch bekannt. «Sie soll neue Ideen bringen und viel Herzblut investieren, das ist ganz wichtig», verkündet der 28-Jährige. Das Alter des Kandidaten sei dabei zweitrangig. «Es würde mich freuen, wenn es eine junge Person wäre», so Streit. «Wichtig ist auch, dass der Nachfolger motiviert ist.» Eine interne Kandidatur wäre von Vorteil. Dabei muss die Person vor allem gute Kommunikationsfähigkeiten besitzen. In das Aufgabengebiet gehören neben dem Bereich Marketing die Mithilfe in der Finanzplanung und das Führen der verschiedenen Ressortleiter. «Auch die Zusammenarbeit mit anderen Kulturstätten könnte man noch weiter ausbauen», so der gebürtige Zuchwiler. Der Stundenaufwand pro Woche betrage rund fünf Stunden. Auch kleine Aufgaben wie das Bedienen der Bar gehörten dazu.

Genügend Nachwuchs

An spielendem Nachwuchs fehlt es nicht. Die Starterkurse werden gut besucht. Mangelware besteht dafür an einem anderen Ort. Es gibt zu wenige Spielplätze. «Wir haben bereits bis im Jahr 2016 vorgeplant», gibt Streit an. Dabei sind es die Schauspieler selber, welche die selbst gewählten Stücke im Spielplan eingeben. Regie führen die Mitwirkenden selbstständig. Innerhalb des Ensembles existieren keine festen Gruppen. Für jedes Stück werden diese neu zusammengestellt. Das Bühnenbild bauen die Spielenden selber. In einem Zeitraffer-Video auf Youtube ist klar ersichtlich, dass die Freiwilligen viel Zeit dafür investieren. Auch für die Technik ist das Ensemble selber verantwortlich.

Auf dem Mausefalle-Programm stehen jedoch nicht nur altbekannte Stücke wie beispielsweise «Biedermann und die Brandstifter» von Max Frisch. Auch neuzeitliche Produktionen wie beispielsweise «Gut gegen Nordwind» von Daniel Glattauer kommen nicht zu kurz. Drei Mitglieder schrieben einst selber das Theaterstück «Montags ist sie nie da». Ehrenpräsident Rudolf Fischer brachte zuvor das selbst geschriebene Stück «Die Leiche im Fischteich» auf die Bühne.