Die Höhle der Löwen
Das Startup Hyll aus Solothurn will schweizweit expandieren — und hofft auf TV-Investoren

Mitte 2019 wurde das Solothurner Startup Unternehmen Hyll gegründet. Mit der App kann man schnell und unkompliziert Ski-Ausrüstungen mieten. Am Dienstag sind zwei der drei Gründer in der TV-Sendung «Die Höhle der Löwen» zu sehen.

Laura Hofmann
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Michael Koch (28) und Daniel Lawniczak (38) sind zwei der drei Gründer von Hyll.

Michael Koch (28) und Daniel Lawniczak (38) sind zwei der drei Gründer von Hyll.

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Die Leute sollen so schnell wie möglich auf die Piste gebracht werden, ohne langes anstehen. Durch das Startup Hyll und seine App ist dies möglich. Das Unternehmen aus Solothurn wurde letztes Jahr von Daniel Lawniczak, David Oreiro und Michael Koch gegründet. Alle drei bauten bereits vor Hyll ein Startup erfolgreich auf.

Im letzten Winter hat Hyll ein Pilot-Projekt in Grindelwald gestartet. Einer unseren Redaktoren hat in der Testphase die App ausprobiert. Am Dienstag sind zwei Gründer, Daniel Lawniczak und Michael Koch, in der Sendung «Die Höhle der Löwen» zu sehen. Die Dreharbeiten für die Folge 8 fanden Ende Februar/Anfangs März 2020 statt. In der Sendung stellen sich Startups fünf möglichen Investoren vor.

Mit dabei in der ersten Staffel

In der ersten Staffel von «Die Höhle der Löwen» vor rund einem Jahr war Michael Koch bereits mit seinem ersten Startup «Neeo» im Casting mit dabei. «Wenige Tage vor Drehbeginn haben wir das Unternehmen jedoch verkauft und dadurch die Präsenz in der Sendung abgesagt», so der 28-Jährige.

«Als wir dann mit dem Unternehmen Hyll gestartet sind, dachten wir uns, dass es doch nun super wäre das Angebot einer coolen Jury vorzustellen. Zudem hoffen wir durch die Sendung, die Marke von 10'000 App-Usern zu knacken», so der Mitgründer. Bereits jetzt haben mehrere Tausend die App Hyll heruntergeladen.

100'000 Franken für 5 Prozent Firmenanteile erhoffen sich Koch und Lawniczak. Aber wofür will Hyll die finanziellen Mittel von den einzelnen Löwen und Löwinnen genau erhalten? «Wir machen mit dem Ziel mit, dass wir mit einer Investition die Expansion vorantreiben können. Wir wollten schweizweit vertreten sein».

Keine Preise nach effektiver Fahrzeit mehr

Im Angebot von Hyll hat sich seit der Aufnahme der Sendung und Ende des Pilot-Projekts einiges geändert. «Die Ski-Ausrüstung kann weiterhin vorreserviert und fixfertig im Sportgeschäft abgeholt werden», so Koch. Dass der Preis jedoch nach der effektiven Fahrzeit berechnet werde, gebe es nicht mehr. «Der Hauptgrund ist die Einfachheit und Übersichtlichkeit. Unser Ziel ist es jeweils, das Angebot so einfach und transparent wie möglich zur Verfügung zu stellen. Da wir das Angebot stark erweitert und insbesondere die Skipässe hinzugefügt haben, wäre es kompliziert geworden mit Preisen nach Fahrzeit. Daher haben wir uns für transparente Tagespreise abzüglich eines Hyll-Discounts entschieden, wodurch es für die Nutzer günstiger ist, als vor Ort zu mieten». Weil neu auch der Skipass direkt über Hyll gekauft werden kann, muss man weder für die Ski-Ausrüstung noch für den Skipass anstehen.

Aufgrund von Corona gewährt Hyll den App-Usern zudem auch eine Stornierungsgarantie. «Trotz Corona glauben wir, dass sich die die kommende Skisaison für uns lohnen wird. Durch die App muss man nicht in einer Schlange oder einem vollen Sportgeschäft warten und kann somit Menschenansammlungen verhindern. Daher kann man sorgenfrei Skifahren», so Koch weiter.

Sendungshinweis: «Die Höhle der Löwen», Dienstag, 20.15 auf 3+.