Zur Generalversammlung des inzwischen 545 Mitglieder zählenden Vereins fanden sich so viele Leute ein, dass die vorbereiteten Stühle in der Säulenhalle nicht genügten und in aller Eile weitere Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden mussten. Sinn und Zweck des Vereins ist es zwar, das Theater finanziell zu unterstützen, aber das grosse Interesse der Mitglieder beweist, dass die Solothurner gewillt sind, ihr Theater auch ideell und moralisch mitzutragen.

Gleich zu Beginn der Versammlung musste Vizepräsidentin Madeleine Elmer die Demission des Präsidenten Markus Jenal bekannt geben. Krankheitshalber musste er auch der Generalversammlung fern bleiben. Margot Pfluger würdigte seine Verdienste in Versform. Der grosse Applaus galt auch den Verdiensten, die Markus Jenal dem Verein geleistet hat. Ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin konnte noch nicht vorgestellt werden. Neu in den Vorstand wurde einstimmig Thomas Egger gewählt, welcher seit der Kantizeit ein begeisterter Theaterbesucher ist. Ehrende Worte gab es auch für die verstorbenen Konrad Schwaller, Mitglied der Arbeitsgruppe Gönnerclub, und Mario Bettoli, ehemaliger künstlerischer Betriebsdirektor. Raymond Melly konnte eine praktisch ausgeglichene Rechnung mit einem kleinen Überschuss präsentieren.

Stolze Summe für «King Arthur»

Aus den ordentlichen Mitteln des Vereins wurde die Freilichtaufführung von «Don Camillo und Peppone», aufgeführt letzten Sommer im Kapuzinerkloster, mit 13 000 Franken unterstützt. Dadurch konnte die Gage für den Hauptdarsteller und ein Teil der Infrastruktur bezahlt werden. Die Arbeitsgruppe Gönnerclub sammelte für die Eröffnungspremiere mit «King Arthur» Geld. 250 Leute, Firmen und Institutionen haben die stolze Summe von 135 000 Franken zusammengebracht einschliesslich des Verkaufs der Sessel. Davon wurden 4000 Franken für «Don Camillo und Peppone» abgezweigt, damit die Statisten entschädigt werden konnten. Madeleine Elmer betonte denn auch, dass die Arbeitsgruppe nun eine kleine Verschnaufpause einlegen müsse, da sie sich voll auf die Eröffnungspremiere konzentriert hat und vorerst Gönnerlisten bereinigt werden müssen. Sie könnte sich vorstellen, dass sich der Gönnerclub für eine nächste Freilichtaufführung einsetzen würde.

Alle zwei Jahre draussen

Intendant Dieter Kaegi nahm dies wohlwollend zur Kenntnis. Der Erfolg der beiden bisherigen Freilichtaufführungen könnte eine Fortsetzung beispielsweise in einem Zweijahresturnus durchaus rechtfertigen, doch sei eine solche vor allem der Infrastrukturkosten wegen über das normale Budget des Theaters nicht zu bezahlen. Spenden für «King Arthur» kamen übrigens laut Raymond Melly nicht nur aus Solothurn, sondern auch aus Biel oder sogar aus der Ostschweiz. Für Intendant Kaegi ein Beweis, dass das umgebaute Stadttheater in der ganzen Schweiz und sogar darüber hinaus in den Medien präsent war.

Nach den statutarischen Geschäften, die diskussionslos über die Bühne gingen, konnten die Anwesenden im Theater der Hauptprobe von «Lachen verboten» beiwohnen und sich beim anschliessenden Apero, organisiert von Rainer Huttasch, zwanglos unterhalten.