Solothurn
Das Stadtpräsidium will die Badi abends nicht länger offen haben

Am nächsten Dienstag wird der Gemeinderat mitten in der HESO zu einer «Aufräumübung» antraben müssen – sechs immer wieder vertagte Geschäfte sollen behandelt werden. Die Themen sind sportlich, es geht unter anderem um die Badi und den Sportplatz.

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Diese zwei Jugendlichen werden auch in Zukunft nur bis um 20 Uhr springen können.

Diese zwei Jugendlichen werden auch in Zukunft nur bis um 20 Uhr springen können.

Hanspeter Bärtschi

Zu den bereits hängigen Beantwortungen von Vorstössen kommen noch die Reaktionen des Stadtpräsidiums auf vier weitere Motionen – drei davon sind Empfehlungen, die Motionen nicht erheblich zu erklären.

Dies gilt auch für den überparteilichen Vorstoss mit der Erstunterzeichnerin Franziska Roth (SP), wonach die Öffnungszeiten der «Badi» um eine Stunde verlängert werden sollen. Die Ablehnung des Begehrens wird damit begründet, dass die Badi im August und September nach 20 Uhr im Schatten liege und so unattraktiv werde. Hauptpunkt ist jedoch der erhöhte Personalaufwand, der einen Schichtbetrieb und Nachtarbeit (in den drei Sommermonaten ab 20 Uhr) notwendig machen würde. Auch die in der Motion verlangte Einrichtung von Feuerstellen und Picknickplätzen auf dem «Badi»-Areal lehnt das Stadtpräsidium ab.

Brühl-Sportplätze sollen warten

CVP, EVP und GLP hatten auch einne Motion eingereicht, die eine verbindliche Planung bis Ende Jahr in Sachen Sportplätze Mittleres Brühl verlangt. Mit den Vereinen soll abgeklärt werden, wie und wann weitere Plätze, insbesondere ein Kunstrasenplatz realisiert werden könnten.

Das Stadtpräsidium lehnt die Motion ebenfalls ab, weil das Stadtbauamt gar nicht die Ressourcen habe, bis Ende Jahr die Planung voranzutreiben. Auch lösten die Anliegen hohe Investitionskosten aus, die im Finanzplan 2012–2015 nicht zu realisieren seien. Auch deshalb mache eine Planung derzeit keinen Sinn, verweist das Stadtpräsidium ferner auf die Investitionen ins Fussballstadion, die in den letzten fünf Jahren bei fast 2,5 Mio. Franken gelegen haben.

Ebenfalls abgelehnt wird durch das Stadtpräsidium die SP-Motion, die eine Anpassung des Grundeigentümerbeitragsreglements verlangt, um «ökologische Investitionen nicht zu bestrafen.» Dagegen wird die FDP-Motion betreffend Verstärkung der Jugendsportförderung über höhere Beiträge oder eine zusätzliche J+S-Jugendsportförderung zur Erheblichkeitserklärung empfohlen. Das Stadtpräsidium sieht dieses Vorgehen als «Schritt in die richtige Richtung» statt der Motion der Sportvereine, die damit eine Abschaffung der Infrastruktur-Gebühren fordern. (ww)

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