Fête d ’été
Das Sommernachtsfest ist zu alter Grösse geschrumpft – mit Erfolg

Das Sommernachtsfest der Genossenschaft Kreuz am Landhausquai.

Hans Peter Schläfli
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Die Zéphyr Combo spielte vor dem Kreuz Zigeunermusik.
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Solothurn Kreuzfest
Die Zéphyr Combo spielte vor dem Kreuz Zigeunermusik.
Die DJs N’DeeFresh und Barraco de corazón legten im Landhaus auf.
Die DJs N’DeeFresh und Barraco de corazón legten im Landhaus auf.
Musikalische Untermalung am Kreuzfest.
Nachtstimmung mit der Zéphyr Combo.
Nachtstimmung mit der Zéphyr Combo.

Die Zéphyr Combo spielte vor dem Kreuz Zigeunermusik.

Hans Peter Schläfli

Weniger ist mehr: Das Fête d’Été, das traditionsreiche Sommernachtsfest der Genossenschaft Kreuz, bot am vergangenen Samstag nur noch zwei Attraktionen – und wurde zu einem tollen Erfolg. Die Festbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt, die Bedienung «rotierte» auf dem letzten Zacken, während auf der Strasse vor dem Kreuz die «Zéphyr Combo» das Publikum mit Zigeunermusik begeisterte. Weiter im Takt ging es in der Landhausbar 100 Meter weiter oben am Quai, der eigentlichen «Dépendance» der Genossenschaft, wo die DJ’s N’DeeFresh & Barraco de corazón alte Scheiben aus Vinyl mit Soul und Rhythm and Blues aus den 50er und 60er Jahren auflegten und für Stimmung bis in den Morgengrauen sorgten.

Einfach statt kompliziert

Das Sommernachtsfest der Genossenschaft Kreuz gibt es schon seit bald 20 Jahren. Es gab Zeiten, da breitete sich das Fête d’Été über die ganze Flaniermeile an der Aare entlang aus. «Irgendwann wurde es einfach zu kompliziert», erklärte Michael «Willy» Wilhelm von der Genossenschaft Kreuz, warum man zu den Wurzeln zurückgekehrt ist. «Es gab so viele Wünsche der beteiligten Beizen, dass es schwierig wurde einen Kompromiss zu finden. Deshalb organisieren wir das Sommernachtsfest jetzt wieder alleine.» Dass gleichzeitig am anderen Aareufer in der «Hafebar» eine Rockband spielte, sei kein Problem. «Solothurn ist gross genug für zwei Feste und der Sommer zu kurz, als dass man sich immer ausweichen könnte», meinte Wilhelm.

Der Erfolg gab ihm Recht: Die Stimmung war sensationell, die Band exzellent und das Wetter perfekt. «Und wir sind alle verschwitzt», zog «Genossenschafts-Willy» sein erstes Fazit. Es wurde nicht nur getrunken, es wurden auch sehr viele Essen bestellt. «Jetzt sind wir müde und sehr zufrieden. Es lief so gut, dass es auch nächstes Jahr im Kreuz sicher wieder ein Fête d’Été geben wird.»