Solothurn
«Das schönste Streetfood-Festival der Schweiz»: Drei Tage lang frönen alle der «Maulzeit»

Auch der «kleine Wintereinbruch» konnte den Appetit auf Food nicht bremsen. Das Solothurner Streetfood-Festival war mit 25'000 Besuchern ein voller Erfolg. Mit der grössten Solothurnertorte wurde sogar ein Rekord aufgestellt.

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Impressionen vom Streetfood Festival Solothurn 2018
51 Bilder
 Roman Buss spielt auf
Streetfood Festival Solothurn Samstag
 Die Momos waren sehr beliebt
 An den Tischen in Mitten des Festivalgeländes verweilte man gerne
Auf 2 Bühnen sorgten Musiker für Unterhaltung
 Mini-Donuts in Produktion
 Burger gab es in verschiedenen Varianten
 Für die Glace-Rolls stand man gerne etwas länger an
 Und so werden sie gemacht. Auf einer kalten Platte gefrieren die Zutaten.
 Japanisches Essen von Okos'
 Japanisches Essen von Okos'
 Gross angeschrieben: Hier gibts Kaiserschmarrn.
 Zum Schluss etwas Puderzucker auf den Kaiserschmarrn
 Schöne Abendstimmung

Impressionen vom Streetfood Festival Solothurn 2018

Hanspeter Bärtschi

«Trotz des kühlen Wettes wurde viel gegessen. Die Standinhaber zeigten sich sehr zufrieden», so das Fazit von Chrigu Stuber, OK-Chef des Streetfood-Festivals. 41 Stände lockten zum Schnabulieren und Verkosten, Veganes ebenso wie Strauss oder Tintenfisch in japanischen Bällchen, Burger aller Art, Flammlachs und natürlich Süsses. Die Warteschlangen hielten sich diesmal in Grenzen, doch wer einen leckeren Kaiserschmarrn von «Maulzeit» ergattern wollte, musste sich trotzdem etwas gedulden. «Wir sind schnell», erklären Margrit Harsch und David Lutz in ihrem durchgestylten Wägeli – aber gut Ding will eben seine Weile haben.

Sie sind erstmals hier anzutreffen, doch «Solothurn ist das schönste Streetfood-Festival der Schweiz», loben beide auch das OK-Team. Sie stammen zwar aus Süddeutschland, touren aber vor allem durch die Schweiz und sind im Advent auch beim «Bellevue» in Zürich anzutreffen. «Aber hier gefällt es uns sehr, die Stimmung ist toll» – denn schon am Sonntagmittag strömt das Volk wieder aufs Festival-Areal.

Häppchen müssen sein

Die Westumfahrungsbrücke sei diesmal Gold wert gewesen, vor allem am feuchten Samstagabend. «Wir hatten viermal mehr Stände, die sich anmelden wollten», verrät Chrigu Stuber, «doch nur 14, also ungefähr ein Drittel waren neu.» Für viele Food-Anbieter sei die Preispolitik des Solothurner OKs eine Hürde. «Wir wollen unbedingt kleine Portionen für maximal sechs Franken im Angebot haben», erklärt der OK-Chef – was aber gerade bei Fleischgerichten eine Herausforderung bedeute. Das Konzept des Festivals – «wir hatten auch so viele Künstler wie noch nie» – habe sich bewährt, verweist Stuber auf Neuerungen wie Rundfahrten mit dem Öufi-Boot oder die Öffnung am Samstag bereits ab 12 Uhr.

Trotz des geringeren Getränke-Umsatzes bleibe man auch im Budget – das sich seit der Erstausgabe vor vier Jahren auf 60'000 Franken verdoppelt hat. Und ein Kränzchen windet das OK dem Publikum: «Wir haben die ganze Umgebung abgesucht und praktisch keinen Abfall gefunden.»

Insgesamt haben laut dem OK rund 25‘000 Personen den dreitägigen Event unter der Leporellobrücke besucht.

Vom Ochsen zur Riesencrevette

Gault-Millau-Koch Christian Härtge, sonst im «Salzhaus» am Herd, bietet diesmal japanische Leckereien an, zusammen mit seinem Freund Yutaka Kobajashi. Asien und speziell Japan ist seine kulinarische Wahlheimat geworden, auch wenn er vor zwei Jahren neben dem Kofmehl mit einem Team von Food-Freaks einen ganzen Ochsen briet. «Diesmal gabs bei uns Taste-Portionen für fünf Franken», erfüllte Härtge die Vorgaben des OKs, das er übrigens als «sehr fürsorglich» erlebt hat.

Weltrekord für einen guten Zweck

Verputzt wurde bis am Samstagabend auch die mittags angelieferte 75 kg schwere, von der Suteria hergestellte Solothurner Torte – ein Weltrekord. Der Erlös an Spenden kommt dem Solothurner Verein «Kenyan Children Help» zugute.

Die grösste Solothurner Torte am Streetfood Festival Solothurn
9 Bilder
Eine Welle! Die Torte wird angeschnitten
Die Solothurner Torte ist 75 kg schwer
Sie besteht aus Teilen à 50 auf 50 cm.
Rund 1000 Portionen sollen daraus entstehen
Die Torte auf ihren Weg zum Festival
Der Erlös kommt Waisenkindern in Kenia zugute.
Es geht dem Ende zu
Der Tisch ist wieder leer

Die grösste Solothurner Torte am Streetfood Festival Solothurn

Az

Die Solothurnerin Annedore Biberstein lebt mittlerweile seit mehreren Jahren im kenianischen Voi und gibt Waisenkindern aus der Region die Möglichkeit, eine gute Schulbildung zu bekommen.

Rund 300 Kinder leben in der Schule, bekommen genug zu essen, kriegen ein Bett zum Schlafen und profitieren von einer guten medizinischen Versorgung. Die Torte erbrachte für das Projekt 3800 Franken. Auch die Solothurner Band Dögz spendete ihre Gage. Im Laufe des Konzertes wurde weiter Geld gesammelt und zum Schluss konnte auf einen stolzen Betrag von 7000 aufgerundet werden.