Brandstiftung
Das Sakrileg in der St.-Ursen-Kathedrale macht betroffen

«Verwerflich! - «Respektlos!» - Schockierend!» - Exponenten mit Herz für die St.-Ursen-Kathedrale äussern sich zur Brandstiftung im schweizweit bekannten Gotteshaus.

Andreas Kaufmann und Wolfgang Wagmann
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Sakristan Bruno Emmenegger, Präsident Karl Heeb und Verwalter Roland Rey am Tatort. (Foto:Hanspeter Bärtschi)

Sakristan Bruno Emmenegger, Präsident Karl Heeb und Verwalter Roland Rey am Tatort. (Foto:Hanspeter Bärtschi)

Solothurner Zeitung

Ratlos stehen Domsakristan Bruno Emmenegger, Kirchgemeindepräsident Karl Heeb und Kirchgemeindeverwalter Roland Rey vor dem eingeäscherten Altartisch. Brandgeruch hängt in der Kirche, Rey fährt nachdenklich über eine Kirchenbank. «überall ist Russ». Vorderhand bleibe die Kathedrale geschlossen.

«Verwerflich» sei die Tat, ob sie nun in einer Bergkapelle oder einer Kathedrale stattfinde, wird Karl Heeb später an der Medienkonferenz der Kantonspolizei die Betroffenheit der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Solothurn ausdrücken. Und grösste Sorgen mache er sich um die beiden mit Russ kontaminierten Orgeln.

«Unglaublich respektlos»

Nie damit gerechnet

Ein Bild vor Ort machte sich der kantonale Denkmalschützer Stefan Blank. «Unbegreiflich, wie man so was machen kann. Noch nicht abzuschätzen sind die Massnahmen, um die Kirche wieder benutzbar zu machen.»

Jedoch blieb gestern bei den Solothurnern vor allem das Unverständnis für den Anschlag haften – so wie der Russ im Kirchenraum.