Konzertsaal Solothurn
Das russische Nationalballett begeistert mit Kostümen und Märchensymbolik

Das russische Nationalballett begeisterte mit dem Gastspiel «Der Nussknacker» im Konzertsaal in Solothurn. Die bunten Kostüme und die perfekt einstudierten Tänze wussten dem Publikum zu gefallen.

Gundi Klemm
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Beim russischen Nationalballett wirkten auch lokale Balletttänzer mit.
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Zum Bühnenspiel eingeladen hatte das russische Ensemble und die hiesige Ballettschule Barbara Bernard
Die Tanzschule bereicherte das Geschehen mit Ballettnachwuchs und fortgeschrittenen Tänzerinnen
Die Tänze waren perfekt einstudiert
Die bunten Kostüme begeisterten
Die Musik stammt von Peter Tschaikowsky
Russisches Nationalballett in Solothurn

Beim russischen Nationalballett wirkten auch lokale Balletttänzer mit.

Hanspeter Bärtschi

Seit weit über hundert Jahren begeistert an Weihnachts- und Wintertagen das märchenhafte Ballett «Der Nussknacker» in fast allen Teilen der Welt.

Die Musik stammt von Peter Tschaikowsky, der sich durch die Erzählung von E.T.A Hoffmanns «Nussknacker und Mäusekönig» zu dieser symphonisch-dramatischen Suite inspirieren liess und seinen Zeitgenossen Marius Petipa mit dem Libretto für ein Tanztheater beauftragte.

Auf ihn stützen sich die gezeigte klassische «Nussknacker»-Choreografie von Vasiliy Vainonen und die Inszenierung von Elena Radchenko, die der durch Mitteleuropa tourenden Compagnie des russischen Nationalballetts gefällige Ausstrahlung verleiht.

Die Bühne des Konzertsaals vermittelte dem Spiel das passende weihnachtliche Ambiente, in dem sich die hochkarätige Tanztruppe unter einem funkelnden Weihnachtsbaum anmutig bewegte.

Zum Bühnenspiel eingeladen hatte das russische Ensemble und die hiesige Ballettschule Barbara Bernard, die mit Ballettnachwuchs und fortgeschrittenen Tänzerinnen das Geschehen szenisch bereicherte.

Märchensymbolik

In einem reichen Haus wird mit edel gekleideten Gästen das Weihnachtsfest gefeiert. Onkel Drosselmeyer bringt den Kindern Klara und Fritz neben mechanischen Puppen einen kleinen Nussknacker mit, in den sich das Mädchen regelrecht verliebt.

Ungeschickt macht ihr eifersüchtig reagierender Bruder den hübschen Kerl kaputt. Zum Glück kann ihn der Onkel wieder reparieren. Später im Traum erlebt Klara den Nussknacker als ihren Prinzen, der mithilfe seiner Zinnsoldaten den Kampf gegen den Mäusekönig und seinen angriffslustigen Hofstaat gewinnt und mit ihr – umgeben von tanzenden Schneeflocken – eine abenteuerliche Reise ins Land der Süssigkeiten unternimmt.

Hier treten die unterschiedlichsten Besucher auf, die als tanzende Solistenpaare in teilweise spektakulären Auftritten die Illusion der Schwerelosigkeit vermitteln. Dekorativ umgeben sind sie von Tanzgruppen, welche die für Spanien, den Orient, China, Russland und Frankreich typischen Bewegungen und Ausdrucksformen tanzen.

Die gesamte Handlung begleitete eine Goldflitter versprühende Erzählerin, die allerdings in der Nachmittagsvorstellung wegen ihrer schnellen Sprechweise und des wahrscheinlich schlecht eingestellten Mikrofons schwer verständlich blieb.

Perfekt getanzt

Die optisch wunderbar farblich ausgestatteten Mitglieder der Compagnie, die Korpsszenen sowie Schrittfolgen und Sprünge im «Pas de deux et de trois», gefielen dem Publikum sehr. Im grossen Bühnenfinale zum Schlussapplaus hätten eigentlich auch die 42 hiesigen Elevinnen und Eleven berücksichtigt werden sollen, denn auch sie hatten mit ihren Leistungen zum Erfolg beigetragen.

Als Dolmetscherin wird Ina Suma (Bettlach) dies der russischen Ballettleitung gewiss noch vor dem nächsten Auftritt mit «Schwanensee» am 24. Januar im Parktheater Grenchen nahe bringen.

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