Solothurn
Das Röschti-Essen ist eine grosse Hilfe für die Gassenküche

Das Röschti-Essen zugunsten der Gassenküche wurde heuer bereits zum neunten Mal durchgeführt. Rund 300 Gäste liessen sich im Kapuzinerkloster verpflegen.

Katharina Arni
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Hier gehts zum Rösti-Essen
35 Bilder
Teambesprechung
In der Küche läufts rund
Roberto Zanetti servierte mit viel Elan
Röstiessen im Kapuzinerkloster zugunsten der Gassenküche Solothurn
Pirmin Bischof fand zwischen den Servieren auch immer wieder Zeit, um ein paar Worte mit den Gästen zu wechseln
Philipp Hadorn, Nationalrat SP, eiligen Schrittes auf dem Weg zur Küche beim diesjährigen Rösti-Essen zugunsten der Gassenküche Solothurn.
Brigit Wyss, Kantonsrätin der Grünen, erläutert den hungrigen Gästen die Menuoptionen
Beat Käch (mitte l.) und Pirmin Bischof (mitte r.) beim 'Lavere statt Liefere'
Beat Käch, Kantonsrat FDP, half auch ganz tüchtig mit
Den Gästen schmeckts!
Barbara Wyss Flück, Kantonsrätin der Grünen, hat schon an manchem Röschti-Essen mitgewirkt
Urs Mathys (l.), stellvertretender Chefredaktor der Solothurner Zeitung, beim Röschti-Fassen in der Küche
Auf der Wallisserröschti gab es eine Extraportion Raclette-Käse
Pirmin Bischof (mitte) auf Tuchfühlung mit Daniel Fohrler (l.)
Einsam wartet dieser Teller Wallisser-Röschti darauf, verspiesen zu werden
Eier braten im Akkord
Ran an den Speck
Philipp Hadorn geniesst seinen Job sichtlich
Röschti-Ässe zu Gunsten der Gassenküche Solothurn 2015
Urs Bucher's Hund Kalle mag Salat leider nur mit französischer Sauce
Schweizer Sennenhund Kalle mag schweizer Traditionsgerichte
Gleich ein Foto der Röschti auf Facebook posten
Walter Wirth, Präsident Förderverein ProPerspektive, gönnt sich nach dem anstrengenden Einsatz seine wohlverdiente Portion Rösti.
Auch der Abwasch muss gemacht werden
Roberto Zanetti nach getaner Arbeit
Im milden Herbstwetter konnte der Kaffee noch im Klostergarten genossen werden

Hier gehts zum Rösti-Essen

Thomas Ulrich und Tina Dauwalder

In den verwinkelten Gängen des Kapuzinerklosters in Solothurn herrscht am Samstagmittag Hochbetrieb. Bereits zum neunten Mal hat die «Perspektive» zu einem Röschti-Essen eingeladen. Auf einer Röschti-Raffel befestigte Menükarten ziehen den Blick auf sich.

Die Schweizer Nationalspeise gibt es in verschiedenen Variationen. Selbst ein Kindermenü wird angeboten. Statt Blumen stehen in der Tischmitte Arrangements aus fein gespaltenem Brennholz. In der Klosterküche sorgen schwitzende Männer und Frauen dafür, dass nichts anbrennt und die Röschti schön golden auf den Teller kommt. An den Tischen loben die Wartenden den speditiven Service.

Etwas Gutes tun

«Eine gesellige Angelegenheit», sagt Helen Wallimann. «Hier sitzen Regierungsräte mit ‹Büezern› an einem Tisch.» Alle haben dasselbe Ziel. Sie wollen dafür sorgen, dass am Ende ein grosser Batzen in die Kasse der Gassenküche fliesst. Denn, und da ist Helen Wallimann überzeugt: «Wenn es diese nicht gäbe, hätten wir ein grosses Problem.»

Um etwas Gutes zu tun ist auch Esther Fluri ins Kapuzinerkloster gekommen. Doch das ist nicht der einzige Grund. «Ich bin auch hier, weil das Essen mit einem Einblick ins Kloster verbunden ist.» Und dann ergänzt die Solothurnerin: «Auch weil ich Röschti mag.»

Dafür, dass der Anlass gelingt, ist auch das zum Teil langjährige Servicepersonal verantwortlich, das zu einem grossen Teil aus aktiven Politikern und anderen Stadtpersönlichkeiten besteht. Es ist unübersehbar: Man kennt sich, und das Röschti-Essen ist für viele eine Möglichkeit, sich auf gute Solothurnerart zu treffen und gemütlich zusammen zu sein.

Das bestätigt auch Daniel Kiefer, der die mit einer tüchtigen Portion Röschti samt «anmächeligen» Zutaten gefüllten Bratpfännchen durch die Besucher jongliert und sich darüber freut, dass die Solothurner «so gut drauf sind. «Ich bin bereits ein alter Fuchs und freue mich immer wieder über die vertraute Stimmung», sagt der Oberrichter. Und die Betriebsleiterin des Alten Spital ergänzt: «Man erreicht mit wenig Aufwand viel.»

«Erleben viel Wertschätzung»

Draussen im Klostergarten sitzt die Geschäftsleiterin der «Perspektive» in der Kaffeestube und macht eine kurze Pause bei viel Sonne und erstaunlich milden Temperaturen. Auch Karin Stoop freut sich über die zahlreichen Gäste. «Wir erleben viel Wertschätzung für unsere Arbeit in der Gassenküche», sagt sie. Ein paar Minuten später muss sie spät ankommenden Gästen verkünden: «Es bleiben nur noch zwei Portionen übrig.» Doch das ist für die mehrköpfige Gruppe kein Grund nicht zu bleiben. «Dann teilen wir halt», sagt einer und die anderen nicken zustimmend.

Inzwischen kann Sandra Schöni, Leiterin Administration der «Perspektive», mit ersten Zahlen aufwarten: «Wir sind mit gut 300 Gästen leicht über den Zahlen vom Vorjahr.»

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