Verein Schiffaare
Das neue Flaggschiff weckt Hoffnungen

Der Verein Schiffaare präsentiert seinen Mitgliedern das neue Schiff in der Öufi-Boot-Flotte: Die MS Wyssestei.

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Die schmucke, neu instandgstellte MS «Wyssestei» der «Öufi»-Boot-Flotille.

Die schmucke, neu instandgstellte MS «Wyssestei» der «Öufi»-Boot-Flotille.

Peter-Lukas Meier

Natürlich hatte es sich der Verein Schiffaare anders vorgestellt, aber das Wetter lockte an diesem Aprilabend nicht unbedingt zum Schifffahren. 18 Vereinsmitglieder fanden auf die MS «Wyssestei», das neue Schiff in der Öufi-Boot-Flotte im Bootshafen.

Vorab wurden die Vereinsmitglieder zu einer kleinen Aaretour eingeladen. Während der Fahrt rund ums Aareinseli hatte Petrus ein Einsehen und schickte seine Sonnenstrahlen auf die Aare. Die Szenerie der goldig leuchtenden Schilfgürtel im frischem Frühlingsgrün und vor dunklen Wolkentürmen, gespickt mit nestenden Wasservögeln und waghalsig tief fliegenden Schwalben, hätte nicht eindrücklicher sein können. «Eigentlich sind es genau diese schwierigen Wettersituationen, an denen man aufs Wasser muss, um etwas einmaliges zu erleben», meinte Kapitän Iwan Pfyl begeistert.

Mehr Fahrten geplant

Grosse Erwartungen knüpft der Verein Schiffaare an die neuen Besitzer und Geschäftsführer des «Öufi-Bootes», genauer der Firma «Nautic und Navigation GmbH». Enorm viel Arbeit und Engagement verlangte das erste Geschäftsjahr von Iwan und Brigitte Pfyl. Nachdem nun das neue 44-plätzige Motorschiff «Wyssestei» total saniert und fahrtüchtig gemacht worden ist, sind sie bereit, ihr Fahrtenangebot auszubauen. Der Verein Schiffaare unterstützt das junge Unternehmen und seine Aktivitäten im Aareraum.

Auch Jürgen Hofer, Direktor Solothurn Tourismus, fand für das Öufi-Boot nur lobende Worte und betonte, wie wichtig für die Ausflugsregion Solothurn neben dem Berg eben auch eine attraktiver und touristisch nutzbarer Aareraum sei. Solothurn Tourismus unterstützt denn auch die Bemühungen für den Stegbau, sei es als Schiffsanlegestelle oder auch als Badeplattform im öffentlichen Gewässer und stellte für kommende Projekte einen Beitrag von 999 Franken in Aussicht.

Grosszügige Privatspender

Die Generalversammlung genehmigte gut gelaunt die Rechnung 2016 nahmen von der Endabrechnung zur Anlegestelle Feldbrunnen Kenntnis. Nicht weniger als 70'000 Franken des rund 84'000 Franken teuren Steges sind durch private Spenden finanziert worden. Die Differenz wurde schliesslich vom Verein Schiffaare selbst übernommen, dessen Zweck in der Förderung der touristischen Aareschifffahrt und der dafür notwendigen Infrastruktur liegt.

Rolf Studers Arbeit als Projektleiter des Stegbaus wurde mit Akklamation verdankt. Als neue Projekte sind Anlegestellen im Attiholz, Luterbach (Biogen) und Zuchwil (Riverside) denkbar. Vereinspräsident Peter-Lukas Meier meinte dazu aber, dass der Verein erst aktiv werde, wenn sich die diversen Projekte an Land konkretisierten und entsprechende Wünsche für eine neue Anlegestelle geäussert würden.

Am Ende Mai stattfindenden «Hafefest» wird der Verein Schiffaare zudem am Stand des Unternehmens Öufi-Boot vertreten sein und über seine Tätigkeiten informieren. (mgt)

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