Solothurn

Das neue Fahrverbot auf dem Postplatz ist noch nicht bei allen angekommen

So präsentiert sich jetzt die Situation für jene Fahrer, die von der Römerstrasse Richtung Postplatz fahren.

So präsentiert sich jetzt die Situation für jene Fahrer, die von der Römerstrasse Richtung Postplatz fahren.

Autos dürfen in Solothurn seit Ende Juli nicht mehr über den Postplatz fahren. Noch immer fahren einzelne Autos verbotenerweise geradeaus. Polizei und Stadt ziehen eine Zwischenbilanz.

Autos haben auf dem Postplatz nichts mehr zu suchen. Die Parkplätze auf dem Platz gehören der Vergangenheit an, ebenso ist es motorisierten Fahrzeugen nicht mehr erlaubt, über den Platz zu fahren. Ausgenommen von diesem Verbot sind Fahrzeuge der Stadt sowie Busse. Denn seit Samstag, 25. Juli, gehört der Platz nicht mehr Autos, sondern den Fussgängern. Vorerst zwar nur in einer Zwischennutzung, bis sich der Gemeinderat auf das endgültige Konzept geeinigt hat.

Noch ist die neue Regelung aber nicht bei allen angekommen, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Noch immer fahren einzelne Autos, die von der Römerstrasse herkommen, verbotenerweise geradeaus, statt links in die Poststrasse abzubiegen.

Der subjektive Eindruck wird von der Stadtpolizei bestätigt. «Das neue Fahrverbot wird teilweise noch missachtet», gibt Marcel Christ Auskunft. Auf die Vergabe von Bussen hat die Stadtpolizei bislang jedoch verzichtet.

Bereits nach einer Woche griff die Stadtpolizei ein

Seit der Einführung haben sich die Zuständigen der Stadtpolizei und des Stadtbauamts mehrmals auf dem Platz getroffen und die Verkehrssituation beobachtet. Und bereits nach der ersten Woche entschieden, zwei zusätzlichen Massnahmen zu ergreifen, wie Christ Auskunft gibt. Erstens wurde zusätzlich auf beiden Seiten des Postplatzes ein dreiteiliges Fahrverbotsschild aufgestellt. Dieses ergänzt nun je das Links- respektive Rechtsabbiege-Schild, die von Anfang den Autofahrer den Weg wiesen. Zweitens hat man auf der Seite der Römerstrasse orange Pfosten hingestellt, damit die Autofahrer gar nicht auf die Idee kommen, geradeaus zu fahren.

Fahrer müssen sich an das Verbot zuerst gewöhnen

Die Optimierungsmassnahmen hätten Wirkung gezeigt, sagt Christ. «Die Situation hat sich gegenüber dem Anfang stark verbessert.» Dies sieht auch das Stadtbauamt so. «Die ergriffenen Massnahmen haben sich bewährt», schreibt Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts, auf Anfrage und ergänzt: «Bei neuen Verkehrsführungen braucht es immer einer Eingewöhnungszeit.» So nehme die Akzeptanz und damit das Einhalten der neuen Verkehrssituation stetig zu. Mittlerweile würden sich die Automobilisten mehrheitlich an das neue Verkehrsregime halten.

So planen derzeit weder das Stadtbauamt noch die Stadtpolizei weitere Massnahmen. Lenggenhager: «Weitere Signalisationsmassnahmen würden keine nennenswerte Verbesserung bewirken, und bauliche Massnahmen würden den Postplatz als Ganzes einschränken.»

«Eine zusätzliche Verbesserung erwarten wir zudem, sobald die Navigationsdienste auf das Fahrverbot hinweisen», sagt Christ von der Stadtpolizei. Denn noch weist etwa Google Maps Autofahrer den Weg über den Postplatz an. Dies wird voraussichtlich so bleiben, bis die Stadt die endgültige Verkehrsführung auf dem Platz bekannt gibt. Dies wird nach Abschluss des Busversuches der Fall sein. Derzeit wird noch in drei Phasen getestet, wie die Buslinie 6 künftig verkehren soll. Ob in beide Richtungen über den Postplatz, nur in eine oder gar nicht.

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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