Solothurn
Das «Löcherbecken» Vorstadt bleibt erhalten

Der Hauptast der neuen Fernwärmeleitung in den Norden von Solothurn nimmt zwar Formen an, doch mit dem Anschluss der einzelnen Kunden tun sich neue Baustellen auf.

Wolfgang Wagmann
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Der Untere Winkel ist eine Grossbaustelle.

Der Untere Winkel ist eine Grossbaustelle.

Wolfgang Wagmann

Gräben, die man seit diesem Sommer von der Berntorstrasse her bestens kennt, tun sich nun im ganzen Unteren Winkel auf. Der Grund: Mehrere Kunden haben sich im Ostteil der alten Vorstadt für einen Anschluss an die frisch verlegte Hauptleitung in der Berntorstrasse entschieden. «Es ist in diesem Bereich natürlich sehr eng», räumt Marcel Rindlisbacher, Leiter Netze bei der Regio Energie Solothurn ein. Doch komme man jetzt halt zur Feinverteilung, «da wir in diesem Bereich genügend Kunden gefunden haben.»

Zuerst bis zur Prisongasse

«Mitte Oktober wird die Fernwärme bis zur Prisongasse angeschlossen sein», verspricht Ridlisbacher. Zu den neuen Fernwärmekunden gehören einige prominente Liegenschaften: Ganz vorne beim Zugang zum Unteren Winkel das Bürgerhaus sowie die angrenzende Liegenschaft, dann aber auch das von kantonalen Büros belegte «UG» oder «Prison» und das Restaurant Vini, beide in der Prisongasse. Doch damit ist die Buddelei in der Vorstadt noch keineswegs vorbei: Noch bis im Dezember steht der Anschluss von zwei weiteren bekannten Vorstadthäusern weiter östlich auf dem Erschliessungsprogramm: das Kaiserhaus mit dem Zivilstandsamt und der im Volksmund immer noch «Gresslyhaus» genannte Patriziersitz am Kreuzackerquai. «Doch werden wir dort die Leitung zwischen den Häusern verlegen», so Rindlisbacher.

Erst im nächsten Frühling werden dann zwei weitere Liegenschaften am Rand des Kreuzackerparks in der Kreuzackergasse gelegen, ebenfalls noch angeschlossen.

Das Alte Spital passt

Keinen Baustress müssen dagegen die Anstösser im Oberen Winkel ertragen. «Dort haben wir im Moment keine Fernwärmekunden», erklärt Marcel Rindlisbacher. Potenzial für einen Anschluss hätte zwar das Alte Spital. «Doch haben wir erst 2009 eine nigelnagelneue Gasheizung installiert. Und die war bereits zu einem Zeitpunkt projektiert, als das Fernwärmeprojekt noch nicht so weit war», meint Eva Gauch, Betriebsleiterin des Alten Spitals. Dagegen sei die Fernwärme sicher eine Option, wenn die Gasheizung in die Jahre gekommen ist.

Während ganz im Norden aktuell das Kloster Nominis Jesu seinen Fernwärme-Anschluss erhält, hat man sich nördlich der Wengibrücke mit den Arbeiten schwer getan. Marcel Rindlisbacher: «Wir sind zwischen dem Brückenkopf und der Wengi-strasse auf massiven Fels gestossen. Das führte zu Verzögerungen.»

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