Noch herrscht Baustellenbetrieb in der Kulturfabrik, denn die neue Saison lockt nicht nur mit bunt gemischten Acts, Konzerten und Partys, sondern auch mit brandneuen Toiletten. «Nach 13 Jahren war es Zeit für eine Sanierung der bestehenden WCs», erklärt Geschäftsführer Pipo Kofmehl. Ausserdem habe die Kapazität der alten WC-Anlagen nicht mehr ausgereicht. Durch einen Anbau in Richtung der Westumfahrungsbrücke stehen nun mehr Toiletten zur Verfügung.

«Den Innenausbau macht ein Team vom Kofmehl, damit der ‹Kofmehl-Groove› erhalten bleibt.» Die Toiletten der Ladies werden im Gypsy-Style gestaltet und das Thema, das im neuen Raum aufgegriffen wird, sei «Schiff Ahoi». Die Herrentoiletten erhalten einen Steampunk-Look und werden nach dem Wirken durch das Kofmehl-Team an ein Industriegebäude erinnern. Die Toiletten beim Eingang, die lediglich saniert wurden, werden nach dem Innenausbau einer englischen Metrostation gleichen.

«Wir haben versucht, die Toiletten zugleich ökologisch und hygienisch zu machen. In Zukunft haben wir beispielsweise kein Handpapier mehr, sondern Handföhne.» Die Planung für die neuen WCs habe bereits vor drei Jahren begonnen, berichtet der Geschäftsführer. «Vor allem die Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern haben uns dazu bewegt die Toiletten zu sanieren und die Kapazität zu erweitern.»

Irisch bis rockig

Doch ohne Veranstaltungen wären die Toiletten sinnlos. «Der internationale Pop-Star Tom Walker wird diese Saison auf der Kofmehl-Bühne stehen», erzählt Patrick Juchli, der Booker der Kulturfabrik. Walker ist Schotte und liefert derzeit einen Hit nach dem anderen. Sein Auftritt wird am 24. November über die Bühne gehen. «Wir gehen davon aus, dass sein Konzert relativ schnell ausverkauft sein wird. Es ist echt toll, dass er ins Kofmehl kommt.»

Dann seien auch einige «Stammkunden» im Programm, also solche Musiker oder Bands, die immer wieder ab und zu im Kofmehl auftreten – beispielsweise ‹The Dublin Legends›, ‹Baschi› oder ‹Hecht›.» Es sei auch interessant, die Entwicklung solcher Stammkunden-Bands zu beobachten.

Natürlich werde in der kommenden Saison der St. Patricks Day erneut gebührend gefeiert. «Da der 17. März, an dem der St. Patricks Day eigentlich gefeiert wird, 2019 auf einen Sonntag fällt, feiern wir im Kofmehl bereits am 15. März unser Irish Festival», erklärt Juchli. Auf der Bühne werden die Bands «Fiddlers Green» und «The Moonrings» mit irischen Rhythmen und Melodien für eine gute Stimmung sorgen. Und natürlich wird auch das traditionelle irische Guinness nicht fehlen.

Juchli hält auch einige Geheimtipps bereit: «‹Sarah Lesch›, ‹Graveyard› und ‹Shakey Graves› sind sicher drei Konzerte, die als Geheimtipps durchgehen, da die Musiker zwar nicht sehr bekannt sind, aber dennoch einige Hits liefern.» Zusätzlich sei auch für die Rock-Fans ein Leckerbissen geplant. «‹Coreleoni› wird uns einen Besuch abstatten. Der Gitarrist von ‹Gotthard› Leo Leoni hat die alten Gotthard-Songs aufbereitet und lässt sie in einem Konzert wieder aufleben. Mit diesem wird er auch auf unserer Bühne zu sehen sein.»

Lachen und feiern

Nebst Konzerten und Festivals kommen auch die Komiker nicht zu kurz. Drei Auftritte werden Ursus und Nadeschkin in Zusammenarbeit mit dem Kofmehl spielen. Das Komiker-Duo wird allerdings nicht im Kofmehl, sondern im Konzertsaal auf der Bühne stehen. Für weitere Lacher werden Oropax und Stefan Büsser sorgen.

Für die Partygänger wird ebenfalls gesorgt. «Einige Partys sind bei uns bereits Tradition, wie das ‹Shake It› beispielsweise. Andere werden ausgewechselt oder wir machen mal etwas Neues», erklärt Kofmehl. Bis Ende März erstrecke sich das derzeitige definitive Programm. «Das eine oder andere wird in dieser Zeit noch dazu kommen. Das Programm wird laufend ergänzt», erläutert Juchli.

Man kann sich also eindeutig auf ein abwechslungsreiches Programm im Rostwürfel freuen. «Das Programm umfasst verschiedene Genres und Veranstaltungstypen, sodass für jeden etwas dabei ist.» Das ganze Kofmehl-Team freut sich auf die neue Saison, die am Samstag beginnt und das Ende des Sommers bestimmt für den einen oder anderen erträglicher macht.