Solothurn
Das Klassentreffen auf der Tanzfläche: Barracuda -Party im Palais Besenval

Ein neuer «Eleven»-Club ist in Planung, einstweilen wurden die Partymacher Markus Moerler und Olcay Oruç Sahin im Palais Besenval aktiv.

Andreas Kaufmann
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Barracuda-Party im Palais Besenval
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Barracuda-Party im Palais Besenval

Zur Verfügung gestellt

Sie kommen einfach nicht von der Stadt Solothurn los: Markus Moerler und Olcay Oruç Sahin machen aus der Not, die nach der Schliessung ihres Partytempels zurückbleibt, eine Tugend. Zur Erinnerung: Im Sommer schlossen sich die Pforten des «Eleven»-Clubs im Sauser-Areal beim «Jumbo»-Kreisel für immer, weil die Besitzerin andere Pläne mit der Liegenschaft ankündigte. Andere Möglichkeiten dies- und jenseits der Stadtgrenze, neue Pflöcke einzuschlagen, blieben ihnen verwehrt – bislang (siehe Kasten).

Wiedergeburt des «Eleven»?: Das Wunschobjekt steht im «neuen Solothurn» – in Zuchwil

Noch sind sie die Nomaden unter den Partyveranstaltern. Doch bereits jetzt lassen Markus Moerler und Olcay Oruç Sahin Pläne für eine künftige Heimstatt verlauten. «Wenn es zur Gemeindefusion kommt, dann wird die geplante Lokalität auf Solothurner Boden stehen», verrät Moerler. Konkret befindet sich das Wunschobjekt auf Zuchwiler Boden – von der Altstadt aus besser erreichbar als das bisherige Sauserareal. «Wir stehen seit einigen Monaten mit Partnern in Kontakt, die weitsichtig und visionär sind», beschreibt Moerler die Liegenschaftseigentümer. Auch rechnen die Partymacher mit wenig Widerstand – bedingt durch die Lage des dereinstigen Clubs.
Bei einem reinen Partytempel soll es diesmal nicht bleiben: «Wir wollen über diesen Geschäftsbereich hinauswachsen.» Diversifizierung lautet das Stichwort: Konkret sollen am neuen Ort auch Liveanlässe wie Konzerte, Kabarett-Events, Ausstellungen oder Generalversammlungen stattfinden. «Das könnte alles sein vom Comedian bis zum Blasorchester», lässt Moerler offen. Sein Traum: «Im kommenden Herbst diesen neuen Club zu eröffnen.» Dann ergänzt er in Erinnerung an bisherige Widrigkeiten bei der Standortsuche: «Doch manchmal wacht man aus Träumen schweissgebadet auf.» (ak)

Seitdem finden die Partys mit Moerlers und Sahins Handschrift halt eben andernorts statt: Gastrecht haben die beiden beispielsweise in einem Bieler Club, aber auch in Solothurn, genauer im «Solheure», oder – wie am vergangenen Wochenende – im Palais Besenval. Im Grunde nichts Neues: Denn sie liessen damit eine Party steigen, die schon früher in altehrwürdigem Ambiente stattfand: Unter dem Stichwort «Barracuda» pilgerten in den Achtzigern zahlreiche Partygänger in den Konzertsaal. Nun erlebte das Format im «Besenval» eine Renaissance.

Eine Party als «Klassentreffen»

«Wir hatten volles Haus, und sogar einige Gründungsmitglieder von damals sind gekommen», bestätigt Markus Moerler auf Anfrage. Insbesondere haben sich auch Gäste eingefunden, die das Ur-«Barracuda» als Besucher kannten. Das Alter der Zielgruppe habe man nicht mit Attributen wie «Plus», «Remember» oder «Ü» steuern müssen: «Es war gar nicht nötig, das Format gross zu erklären: Man geht zur ‹Barracuda›-Party, um Gleichaltrige zu treffen oder Liebhaber der damaligen Musik – oder um gewissermassen ein Klassentreffen durchzuführen.»

Seit einigen Jahren steht Moerler im Kontakt mit Daniel Siegenthaler, Direktor des Ramada Solothurn. «Wir haben immer mit dem Gedanken gespielt, dort etwas zu veranstalten, jetzt hat es geklappt.» Und die nächste Party der «Eleven»-Macher ist bereits gesetzt: Auch an Silvester steppt im «Besenval» der Bär.

Einstweilen bleibt noch offen, ob kommenden Jahr weitere Veranstaltungen stattfinden werden. Primäre Standbeine bleiben laut Siegenthaler unter der Woche der Seminar- und Firmenbereich sowie am Wochenende die Hochzeiten. «Aber letztlich schliesst ein Eventlokal auch Partys mit ein», so Siegenthaler.

Und so könnten selbst bei einem dicht reservierten Terminkalender über die Sommersaison weitere Partyanlässe im Palais Besenval Platz finden. Auch schliesst Siegenthaler die Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltern nicht aus, «konkret geplant ist aber noch nichts.»

Zuwachs seit zwei Jahren

Seit April 2012 ist im über 300-jährigen Barockbau die «Palais Besenval und Landhaus Event Gastronomie AG» operativ federführend, eine Tochterfirma von Ramada Solothurn – dies unter dem Markenzeichen der Seminarmeile. «Und damit haben wir seit zwei Jahren Zuwachs», sagt Siegenthaler. «Die Kombination mit dem Hotel Ramada und dem Landhaus ist uns entsprechend wichtig.»

So verfüge das Hotel selbst nur über drei Tagungsräume, was eine Auslagerung der Seminare ins «Besenval» nahelegt. Die individuelle Gastronomie mache indes nur rund 10 bis 15 Prozent aus – «und viel mehr Platz können wir dafür nicht aufbringen.»