Stadt Solothurn
Das Käseparadies für einen Tag kam gut an

Der «Chästag» in der Vorstadt kam gut an und könnte eine Neuauflage erfahren. Das OK-Mitglied hofft, dass es eine Neuauflage, vielleicht sogar an einem Samstag, geben könnte.

Wolfgang Wagmann
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Das OK des Chästags freut sich über einen gelungenen Start (v. l): Markus Brönnimann, Lisbeth Rüfenacht, André Ziegler, Daniela Ruetsch, Evi Schneider, Hansueli Schluep, Samuel Schlüchter (vorne am Tisch), Bernhard Wyss, Pia Studer, Bernhard Wyss und Hans Neeracher (Fotos: Wolfgang Wagmann)
10 Bilder
Erster Solothurner Chästag in der Vorstadt
Feinste Mutschli werden angeboten... (Fotos: Wolfgang Wagmann)
... in mannigfaltigsten Variationen. (Fotos: Wolfgang Wagmann)
Kürbisse stimmen schon mal auf die kommende Jahreszeit ein. (Fotos: Wolfgang Wagmann)
Beim Einkaufen noch ins Gespräch kommen – wie in guten alten Zeiten. (Fotos: Wolfgang Wagmann)
Frisches Gemüse aus dem Bucheggberg. (Fotos: Wolfgang Wagmann)
Probieren geht über Studieren. Nur muss man zuerst studieren, wo man anfängt... (Fotos: Wolfgang Wagmann)
Trotz angenehmer Spätsommerwärme darf man die Raclette-Saison einläuten. (Fotos: Wolfgang Wagmann)
Unter erleichterten Bedingungen (drei- statt einbeiniges Schämeli) «mäuche»... (Fotos: Wolfgang Wagmann)

Das OK des Chästags freut sich über einen gelungenen Start (v. l): Markus Brönnimann, Lisbeth Rüfenacht, André Ziegler, Daniela Ruetsch, Evi Schneider, Hansueli Schluep, Samuel Schlüchter (vorne am Tisch), Bernhard Wyss, Pia Studer, Bernhard Wyss und Hans Neeracher (Fotos: Wolfgang Wagmann)

Alphornklänge hallen über den Rossmarkt, Markus Brönnimann beschriftet letzte Abfallkörbe, Fondue und Raclette stehen bereit. Im Streichelzoo, hinten im «UG»-Hof, wartet man noch auf die Ponys und Lamas, die den zwei Kälbli, Hamstern, Hühnern und Kaninchen Gesellschaft leisten.

Einige Chüngel haben weniger Glück gehabt, bei Sam's Kaninchenspezialitäten sind sie vorne am Platz als Rollbraten und in Wurstform zu haben.

Sonst aber dominiert der Käse am ersten «Chästag» in der Vorstadt. «Wir haben insgesamt 13 Käsestände hier, dazu kommen sechs Stände des sonstigen Vorstadt-Märets», erzählt OK-Mitglied Hans Neeracher.

Denn gewachsen ist der Chästag auf dem seit einem Jahr durchgeführten Märet am Rossmarktplatz, zuerst jeden Monat, und inzwischen als Wochenmarkt jeden Donnerstag etabliert.

Bestritten wird er vor allem von Bucheggberger Bauern, und Neeracher, selbst Mitglied der Organisation Pro Buechibärg, wurde wiederum für die Mithilfe am neuen Anlass vom Verein Pro Vorstadt angefragt. «Als ehemaliger Gemeindepräsident von Kyburg-Buchegg kenne ich im Bezirk einige Landwirte.»

Im April habe man sich entschieden, den Alleingang zu wagen, da die geplante Kooperation mit dem Jubiläumsfest der Regio Energie Solothurn kein Thema mehr gewesen war.

Das erste Mal gratis

Hans Neeracher rechnet mit einem Budget von rund 8000 Franken, «und wenn ich die vielen Leute hier sehe, sollten wir damit über die Runden kommen».

Die Teilnahme der Standbetreiber sei fürs erste Mal gratis gewesen, und so haben sich auch einige Geschäfte der Vorstadt, die Bürgergemeinde mit ihren Weinen oder auch das Buechibärger Bier dem Chästag angeschlossen. Den Löwenanteil der Finanzierung übernimmt laut Neeracher das Bauernsekretariat, das 6000 Franken an den Chästag beisteuert.

Das OK-Mitglied hofft, dass es eine Neuauflage, vielleicht sogar an einem Samstag geben könnte. «Wir müssen noch mehr Bauern für die Teilnahme gewinnen. Viele von ihnen sind es noch nicht gewohnt, an einem Märet aufzutreten.»

Besuch aus dem Thal

Noch zwei Käsereien gibts im Kanton, und jene vom Reckenkien im Thal hat sich in der Prisongasse eingefunden. Josef Fluri bietet zusammen mit seinem Kollegen Hansjörg Stoll Käsespezialitäten wie das Reckenkiener Mutschli, den Hosenlupf- und den Männer-Käse an.

«Wir lancierten ihn zusammen mit dem Männertag - der hat sich allerdings nicht durchgesetzt, der Käse aber schon», lacht Fluri.

«Wenn hier Chästag ist, müssen und wollen wir auch dabei sein», betont Fluri, dass Solothurn für ihn «ein wichtiges Standbein» sei.

Werbung fürs «Buure» ganz allgemein macht dagegen am Aarequai Werner Isch aus Aetigkofen mit einigen Disziplinen der Bauern-Olympiade: Kunststoff-Kuhmelken, Hufeisen-Platzge und Kleintraktor-Wettfahrten locken die Kinder - «die kommen am Abend dann schon noch.»

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