Solothurn

Das Kapuzinerkloster schlägt neuen Weg ein: Geschenkkörbe mit Kloster-Produkten werden verkauft

Viele Weihnachtsessen im Kapuzinerkloster wurden aufgrund von Corona abgesagt. (Archivbild)

Viele Weihnachtsessen im Kapuzinerkloster wurden aufgrund von Corona abgesagt. (Archivbild)

Einnahmequellen brechen weg: Jetzt setzt das Team andere Ideen um.

Kein Kloster-Markt am Samstag: Wegen der zunehmenden Fallzahlen findet dieser nun doch nicht statt, teilt Urs Bucher vom Solothurner Kapuzinerkloster mit. Es sei nicht klar, ob die Bevölkerung ins Kloster kommen würde. «Die Entscheidung fiel uns schwer, aber wenn niemand kommt, dann bringt das nur Kosten für die Schausteller.»

In diesen Tagen geht es im Kloster ruhiger zu und her. Nicht nur der Markt ist abgesagt, sondern auch viele Weihnachtsessen. Somit bricht die Haupteinnahmequelle des Klosters weg. Doch Urs Bucher und Selma Dubach lassen sich davon nicht entmutigen.

Der Kloster-Markt findet aufgrund von Corona doch nicht statt. (Archivbild)

Der Kloster-Markt findet aufgrund von Corona doch nicht statt. (Archivbild)

Ihr Traum, dass das Kloster zum Begegnungsort für alle wird, haben sie trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation noch nicht ausgeträumt. Als Bucher wieder eine Absage für ein Essen erhalten hat, kam ihm die Idee: Wenn die Leute schon nicht zu ihm ins Kloster kommen können, wird er ihnen ermöglichen, ein Stück Kloster nach Hause zu holen, indem sie Geschenkkörbe mit Kloster-Produkten kaufen können. Gin, Tee, Quittensirup, Salbe und mehr wird im Kapuzinerkloster produziert.

Bei der Herstellung dieser Produkte helfen viele Leute – so gibt es ein Klostergartenclub, der das Klosterteam unterstützt. Zusätzliche Unterstützung kommt aus dem Discherheim. Schon seit Anfang Jahres besteht die Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen. Klientinnen und Klienten aus dem Heim für Menschen mit Beeinträchtigungen helfen etwa beim Ernten von Ringelblumen. Jetzt helfen sie auch mit, die Geschenkkisten abzupacken.

Eine gute Lösung für beide Institutionen

«Die Arbeit im Kloster gefällt den Klientinnen und Klienten sehr gut», erklärt Betreuerin Rita Flury. Der Garten und auch die Kirche im Kloster seien Orte, wo sie sich wohlfühlen. Institutionsleiter Stephan Oberli bestätigt, dass es für sie wichtig sei, auch ausserhalb des Hauses soziale Kontakte zu pflegen und sich sinnvoll zu betätigen. «Wie auch für uns, ist Corona auch für unsere Klientinnen und Klienten schwierig», erklärt Oberli. Soziale Kontakte sind eingeschränkt, wie auch die Bewegungsfreiheiten. «Projekte, wie beispielsweise das mit dem Kapuzinerkloster, sind sehr wichtig», so Oberli.

Der Geschenkekorb kann man direkt beim Kloster bestellen, info@kapuzinerkloster-solothurn.ch, oder in den Läden VLinder, Heimart und in der Pastaria Tomaso.

Autorin

Judith Frei

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