Solothurn

Das Kapuzinerkloster gewinnt an Attraktivität

Das Chloschtival wurde erstmals durchgeführt. (Archiv)

Das Chloschtival wurde erstmals durchgeführt. (Archiv)

Nach einem ereignisreichen Jahr fürs Kapuzinerkloster in Solothurn formiert sich ein Freundesklub.

Rund 15'000 Besucher – mit diesem Kennwert blickt man im Kapuzinerkloster zufrieden auf das Jahr 2019 zurück. Wie dem nun veröffentlichten Jahresbericht zu entnehmen ist, gewinne das Kloster zunehmend an Attraktivität, sowohl für öffentliche Veranstaltungen, wie auch für Anlässe von Privatpersonen, Firmen oder Institutionen. «Die 38 öffentlichen Veranstaltungen waren zum grossen Teil eigentliche Brennpunkte mit starker Anziehungskraft», heisst es im Bericht.

Besondere Erwähnung findet die Zweitagesmesse «Natürlich im Chloschter» mit rund 3000 Besuchern, die unter Beweis stellten, dass das Thema Nachhaltigkeit definitiv im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen sei. Weiter genannt werden die erstmalig durchgeführten Veranstaltungen des ersten Solothurner Märlitags und des Chloschtivals, einem Musikfestival «der leisen, unverstärkten Töne». Der Jahresbericht erinnert aber auch an die beiden durchgeführten Flohmärkte im Frühling und Sommer, sowie die fünftägige Messe im Hinblick auf Advent und Weihnachten, oder die Kunstpräsentationen im Rahmen der Kulturnacht.

«Das Kloster selber mit seinem Ambiente und die darin gelebte offene Gastfreundlichkeit erleichtern den Zugang zu Kultur auch Menschen, die eben diesen Zugang normalerweise nicht so leicht finden», hebt der Bericht die integrative Funktion des Kapuzinerklosters hervor. Und so habe gerade das soziale Engagement im vergangenen Jahr einen noch höheren Stellenwert gehabt als zuvor – in Form von Benefizanlässen wie dem Röschti-Ässe zu Gunsten der Gassenküche aber auch einer Veranstaltung, deren Erlös dem Blumenhaus Buchegg zugutekam.

Ferner zählten dazu die (fast) monatlichen Suppentage. Auch den Beschäftigungsgelegenheiten für Menschen mit Einschränkungen oder für Asylsuchende sind einige Zeilen gewidmet. Mit dem vom Bund unterstützten Sortengarten und der Klosterküche werden ebenso die hier produzierten kulinarischen Besonderheiten gewürdigt.

«Was sie eint, ist der Wille, mitzumachen»

Mit dem im Januar gegründeten Kloster-Klub tritt nun eine neue Gruppierung in Erscheinung, die sich dafür einsetzen will, das Bijou im Solothurner Loretoquartier weiter zu beleben. Wie von Seiten des Kapuzinerklosters zu vernehmen ist, wollen diese rund 30 Frauen und Männer ehrenamtlich mithelfen und mitgestalten. «Was sie eint, ist der Wille, im Kloster mitzumachen. Ohne Statuten, ohne Jahresbeitrag, ohne fixen Einsatzplan. Einfach dann, wenn im Kloster Not am Mann oder an der Frau ist.» (ak/mgt)

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