HESO
Das Jugendzelt ist Spielwiese und Kummerkasten zugleich

Auch dieses Jahr besuchten geschätzte 10000 Besucher das Jugendzelt an der Herbstmesse Solothurn. Für das Programm tagsüber ist die kantonale Kinder- und Jugendförderung verantwortlich.

Andreas Kaufmann
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Sie haben das Parkplatzproblem gelöst
15 Bilder
Schach im Grossformat
Kinder können sich immer unterhalten
Schach bedingt vollste Konzentration
Song Contest in Housis Festzelt
Einfach und unterhaltend ist das Büchsenwerfen
Büchsenwerfen heisst auch Aufbauarbeit
Die Boleibahn im Schanzengraben fasziniert
Hosenlupf im Schwingerzelt
Wer im Schwingerzelt die Hosen an hat
Beliebt ist auch die gute, alte Torwand
Das Jugendzelt im Schanzengraben
Das Programm für Kinder und Jugend an der HESO 2014
Die bunte Welt der alkoholfreien Drinks
Das Rösslispiel ist und bleibt ein Hit

Sie haben das Parkplatzproblem gelöst

Wolfgang Wagmann

An der HESO hat alljährlich auch die junge Generation ihren Stammplatz: Neben Angeboten wie dem Jungschwingertag heute Samstag (10.30 Uhr bis 16.30 Uhr) oder dem Streichelzoo bietet das Jugendzelt zu Tages- und Nachtzeiten in geballter Dichte Aktivitäten und angenehme Zerstreuung. Doch wenn hier Drinks gemixt werden, gehts nicht nur um den Durst. Und wer einen Parcours zurücklegt, stellt nicht nur Sportlichkeit unter Beweis. Lädt die Blue Cocktail Bar vom «Blauen Kreuz» zum alkoholfreien Shakerkurs ein, so steht der Gedanke der Alkoholprävention dahinter. Und beim Hindernisparcours wird eine «Rauschbrille» übergestreift, um zu erfahren, welche Manöver im berauschten Zustand noch möglich sind. Währenddem das Abendprogramm mit Poetry Slams, Konzerten oder Improtheater durch den Verein VolumeTeer bestritten wird, zeichnet für das Angebot tagsüber seit 2008 die Kinder- und Jugendförderung des Kantons verantwortlich.

Die Fachstelle ihrerseits wird im Leistungsauftrag durch die Schweizer Kinder- und Jugendförderung infoclick.ch betrieben. Projektleiter fürs Jugendzelt ist David Bieli, der für die diesjährige HESO eine vorsichtige Vorbilanz zieht: «Wir schätzen die Besucherzahl inklusive Abendprogramm auf ungefähr 10 000, was den Zahlen der vergangenen Jahre entspricht.» Rund zehn Personen betreuten das Zelt. Die Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendförderung mit ihrem sozialarbeiterischen Hintergrund sind jeweils auch in der Jugendarbeit in Gemeinden tätig.

Auch Beratung gehört dazu

Bieli erklärt den präventiven Charakter des Jugendzeltes: «Die Angebote sind so zugeschnitten, dass sie auf spielerische Art aufzeigen, wie ein erhöhter Alkohol- oder Drogenkonsum sich auswirken kann, was es für Alternativen gibt und dank dem Angebot des Samaritervereins Derendingen auch, was bei einem Zwischenfall getan werden kann.» So mischt sich auf anregende Weise Information unter die Unterhaltung. Aber nicht nur das: So wird das Zelt auch als niederschwellige Plattform für beratende Gespräche genutzt. «Während der Ausstellungstage werden wir vor allem mit Fragen zur Berufsbildung und zu Ferienjobs konfrontiert.» Persönliche Sorgen und Anliegen kommen hingegen meist im Nachhinein zur Sprache, zum Teil auch schriftlich. «Durch das tschau.ch-Glücksrad können wir den Kindern und Jugendlichen auf spielerische Art zeigen, wo sie Infos zu ihren aktuellen Interessen finden.» David Bieli und die anderen Mitarbeitenden sind mit Herzblut beim HESO-Projekt dabei: «Bereits ein kleines Lob kann Kinder und Jugendliche für weitere Leistungen motivieren, was wiederum ihr Selbstbewusstsein stärkt.»