Solothurn

«Das ist keine Outdoorbiersäule!»: Verständnis fürs Anstehen an der Hafebar ist gross

Lange anstehen ist nicht jedermanns Sache. Muss aber auch nicht immer getan werden: Wenn man nicht gerade zum Feierabend ein Bier an der Hafenbar geniessen wird, geht es ganz schnell beim Ausschank.

Lange anstehen ist nicht jedermanns Sache. Muss aber auch nicht immer getan werden: Wenn man nicht gerade zum Feierabend ein Bier an der Hafenbar geniessen wird, geht es ganz schnell beim Ausschank.

40 Minuten Anstehzeit an der Hafenbar ist für manche etwas zu viel. Doch nicht für alle: Manche Solothurner mögen es gemütlich und lassen sich von langen Wartezeiten nicht aus der Ruhe bringen, wie Kommentare auf Facebook und dieser Website zeigen.

Am letzten Freitag hat für die Hafebar die Saison 2017 angefangen.  Das fast schon sommerliche Wetter am Wochenende lockte die Solothurner am Feierabend zur Hafebar. Doch am Tag der Eröffnung schien das neu formierte Bar-Team dem Ansturm nicht gewappnet zu sein.

Verständlich, meint ein Kommentator auf der Facebookseite der Hafebar: «Das Wetter, schon fast sommerlich hat sicher vielmehr Gäste an die Bar geschwemmt als andere Jahre zuvor. Hinter der Theke stehen alles junge Leute, welche vielleicht das erste Mal als Barkeeperinnen im Einsatz sind und noch nicht alle Abläufe können.»

Auch sonst gab es (fast) durchwegs positive Reaktionen auf die lange Wartezeit: «Ich war am Freitag auch an der Hafebar und schon von weitem habe ich die Menschenmasse gesehen. Der erste Gedanke, ohh, hat das viele Besucher. Ich habe mich an die Bar gestellt und schon beim Warten nette Gespräche geführt und neue Menschen kennengelernt. Ist doch eine schöne Nebenwirkung beim Anstehen», kommentierte ein Leser. Ein Getränk ist schliesslich nicht alles: Die Stimmung zählt. Denn: «Die Hafebar ist ja nicht eine Outdoorbiersäule!», wie ein Facebook- User kommentierte.

Lösungsansätze wurden auch vorgeschlagen: «Bei Hochbetrieb sollte doch die Service rausgeschickt werden», so ein Facebook-User.

Es gibt auch einen etwas anderen Ansatz: Es wird ganz einfach Werbung für das eigene Lokal gemacht.

Umfrage negativer

Im Gegensatz zu den überwiegend positiven Kommentaren auf der Facebookseite und der Website dieser Zeitung gibt die Mehrheit bei einer anonymen Umfrage zur Anstehzeit eine negative Note ab. Mit 125 zu 82 Stimmen (Stand 12. April, 14.30 Uhr) ist die Option «Nein, geht mir zu lange» viel beliebter als «Es kommt auf die Stimmung an, nicht auf die Wartezeit.»

Doch die Wartezeiten werden kaum ein Grund sein, nicht mal bei der Hafebar vorbeizuschauen und ein gekühltes Bier oder einen Drink zu geniessen. Denn der Charme der Hafebar, der ist immer noch da, und der ist für viele auch am Wichtigsten. (naj)

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