Nach dem Entscheid von Christine Krattiger, ihre Stelle bei der Stadt zu kündigen, setzte die Gemeinderatskommission GRK ein Wahlantragsgremium ein, in dem auch vier Vertretungen der politischen Parteien Einsitz nahmen. Dieses schlug zwei Personen zur Wahl vor. Nun wählte die GRK einstimmig Urs F. Meyer, Rechtsanwalt und Notar, zum neuen Leiter Rechts- und Personaldienst. Meyer wird seine Stelle am 1. März antreten.

Politisch und juristisch erfahren

Der 1959 in Grenchen geborene und heute in Solothurn wohnhafte Urs F. Meyer ist mit den politischen Strukturen und den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut. So war er 1989 bis 1993 Ersatz für die FDP im Grenchner Gemeinderat. Der Jurist studierte in St. Gallen und Freiburg Jus und schloss die Ausbildung 1989 als Rechtsanwalt und Notar ab. Seine bisherige berufliche Laufbahn absolvierte Meyer primär in kantonalen und schweizerischen Verbänden. So leitete er auf Mandatsbasis die Geschäftsstelle der Fachgruppe Nahverkehr der Astag Solothurn, später jene der Sektion Solothurn des Automobilgewerbeverbandes. Gleichzeitig war er als Geschäftsführer des Solothurnischen und des Schweizerischen Anwaltsverbandes tätig.

Sein breites Netzwerk in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Non-Profit-Organisationen baute Meyer als Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und anschliessend als Public Affairs Manager bei der Suva weiter aus. Als Direktor des Verbandes privatwirtschaftlicher Medienunternehmen und des Schweizerischen Medieninstituts führte er den Personal- und Rechtsauskunftsdienst in Personalunion und hat daher auch Erfahrungen im Personalbereich. Auch leitet er als Geschäftsführer den Verband der Kunststoffindustrie Swiss Plastics. Da sein letztes Projekt im Bereich Stiftungsfragen für den Kanton Ende Jahr auslief, kann Urs F. Meyer seine neue Stelle bereits auf den 1. März übernehmen, was einen reibungslosen Übergang ermöglicht. Christine Krattiger hat sich noch für drei Monate zur Begleitung zur Verfügung gestellt, nachdem sie ihre Kündigung eingereicht hatte, weil ein 60-Prozent-Pensum nicht möglich war.

Zum Alter von Urs F. Meier ergänzt Stadtschreiber Hansjörg Boll: «Es gab unter diesen Voraussetzungen wie beispielsweise der Wohnsitzpflicht in Solothurn nicht sehr viele Bewerbungen.» Die Gemeinderatskommission gibt sich jedenfalls überzeugt, «mit Meyer einen versierten, mit verschiedenen Rechtsgebieten und Personalfragen vertrauten Verwaltungsleiter gefunden zu haben, der dank seinem Verhandlungsgeschick und seiner Projektleitungserfahrung die anstehenden Aufgaben gut meistern wird.» (egs/szr)