Die Mitgliederzahl hat sich auf über 500 Leute erhöht, die als Sympathisanten unseres Theaters eine wichtige Aufgabe haben. Der Einsatz für die Abstimmung über das Sanierungsprojekt hat dies bewiesen. Neu gibt es aber innerhalb des Vereins eine Gruppe von rund 45 Leuten, die bereit sind, von Fall zu Fall eine zusätzliche Spende zur Unterstützung des Theaters zu leisten, wobei sie sich nicht an jedem Spendenaufruf beteiligen müssen. Madeleine Elmer und Claudia Eng sind die führenden Köpfe dieses «Gönnerclubs von Fall zu Fall» und immer wieder für originelle Ideen zu haben. In gut 80 Jahren hat das heutige Stadttheater keine grösseren baulichen Veränderungen erfahren, und so soll dieses Haus nicht einfach still verlassen werden, sondern mit einem rauschenden Fest in die Annalen eingehen. Doch ist das Fest nicht im Theater-Budget vorgesehen und muss deshalb gesondert finanziert werden. So ist die Idee entstanden, die 150 Sessel, die im umgebauten Theater ohnehin nicht mehr verwendet werden können, zu verkaufen und als Erinnerungsstücke unter die Leute zu bringen. Angeboten werden Elemente von 2 bis 21 Sesseln, dazu eine beschränkte Anzahl einzelner Sessel.

120 Franken für ein Stück Theater

Für 120 Franken kann man sich also künftig zu Hause in den Sessel platzieren und in Erinnerungen an unvergessliche Theatererlebnisse schwelgen. Vereinsmitglieder werden die Sessel demontieren, sodass der Erlös voll für das Theater verwendet werden kann. Bestellungen werden ab sofort entgegengenommen. Fünf Stück konnten bereits als verkauft gemeldet werden. Theaterdirektor Beat Wyrsch skizzierte kurz diesen Schlussabend. Am 15. Juni findet um 17.30 und 20 Uhr eine Revue statt, «zusammengestellt aus alten Geschichten». Dazwischen werden rund 20 Gala-Sitzplätze prominent versteigert.

Enge Verbundenheit

War der Verein in den ersten Jahrzehnten eher ein Supportverein mit einer gewissen Distanz zum eigentlichen Theaterbetrieb, so hat sich dies in den letzten Jahren völlig geändert. Das manifestiert sich auch darin, dass die Direktion einen Sitz im Vorstand hat. So musste der scheidende Theaterdirektor als Vorstandsmitglied verabschiedet werden. «Meine erste Sitzung als Theaterdirektor hatte ich im Zusammenhang mit dem Umbau des Theaters», so Beat Wyrsch. «Dieser beginnt sofort, hiess es.» Nach sechs Jahren als Direktor ist es nun aber doch so weit. Den Rücktritt aus dem Vorstand haben auch die Aktuarin Anita Panzer und Geschäftsführer Peter Buracco eingereicht. Neu wird Claudia Eng als Aktuarin amten, und als Geschäftsführer in den Vorstand gewählt wurde Raymond Melly. Schauspielchefin Katharina Rupp bedankte sich für die materielle als auch die ideelle Unterstützung des Vereins.