Solothurn
Das Fussballerherz schlägt höher: Der Kunstrasenplatz im Mittleren Brühl ist fast fertig

Nach rund einem Jahr Bauzeit ist der Kunstrasenplatz im Mittleren Brühl beinahe fertig. Zur grossen Freude der profitierenden Vereine.

Fabio Vonarburg
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Kunstrasenplatz Mittleren Brühl Solothurn
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Derzeit werden auf dem neuen Kunstrasenplatz noch die Linien geklebt.
Derzeit werden auf dem neuen Kunstrasenplatz noch die Linien geklebt.

Kunstrasenplatz Mittleren Brühl Solothurn

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Noch rollt der Ball nicht auf dem neuen Kunstrasenplatz im Mittleren Brühl in Solothurn. Bis es so weit ist, fehlt nicht mehr viel – eigentlich nur noch ein paar Striche. Seit vergangenen Samstag werden auf dem Platz die Linien geklebt, die den Rasen in ein Fussballfeld verwandeln. Spielt das Wetter mit, können die Arbeiten noch diese Woche abgeschlossen werden und damit das gesamte Projekt – nach rund einem Jahr Bauzeit.

Damit konnte der Zeitplan eingehalten werden, obwohl nicht alles nach Plan lief. Die starken Regenfälle im Januar führten zu einem mehrwöchigen Baustopp. Zudem hatte man mit dem schwierigen Bauuntergrund zu kämpfen, wie Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts, berichtet. Dies sei bereits im Vorfeld bekannt gewesen, «darum wurde das Grundstück vorbelastet und eine 50 Zentimeter starke Juraschroppenschicht als Fundationsschicht erstellt, welche auch als Tragschicht genutzt wird».

Nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell hält sich das Projekt an den vorgegebenen Rahmen. Der neue Kunstrasenplatz kann innerhalb des genehmigten Kredit von 2,38 Mio. Franken abgerechnet werden. Diesem hat die Gemeindeversammlung im Dezember 2018 zugestimmt und damit das ermöglicht, was Ivan Fischer, Präsident des SC Blustavia, ins Schwärmen bringt.

Quantensprung für die Vereine im Mittleren Brühl

Ivan Fischer spricht von einem Quantensprung, von einem Vorzeigeprojekt für den Fussball in der Region. Mit sechs Jahren habe er angefangen im Mittleren Brühl Fussball zu spielen. «Damals konnten wir von einem solchen Platz nur träumen.» Die Vorfreude im Verein auf den neuen Platz ist dementsprechend gross. Fischer: «Dank ihm können wir künftig das ganze Jahr draussen durchtrainieren. Und nur wer trainiert, kann besser werden.»

Nebst dem neuen Kunstrasenfeld stehen im Mittleren Brühl fünf Naturrasenfelder zur Verfügung. Zudem das sanierungsbedürftige Ricotenfeld, das nun aber in ein Naturrasenfeld umgewandelt wird. In der Saison 2019/20 trainierten im Mittleren Brühl, gemäss dem Stadtbauamt, 35 Fussballmannschaften und eine Rugbymannschaft. Nebst dem SC Blustavia etwa auch der FC Post, der HNK Croatia oder der Türkische SC Solothurn. Auch beim Präsidenten des FC Post ist die Freude gross. Antonio Pepe: «Es ist eine super Sache, für die Stadt und für alle Vereine im Mittleren Brühl.» Er ist überzeugt, der Platz wird neue Vereinsmitglieder anziehen. «Für einen Fussballer ist ein solcher Kunstrasenplatz sehr attraktiv», sagt Pepe.

Wegen der Coronakrise ist Geduld gefragt

Noch müssen die aktiven Fussballer sich aber gedulden, bis sie auf dem Platz spielen können. Nicht etwa weil das neue Feld noch länger nicht parat wäre. Der Grund ist die Coronakrise und damit das Trainings- und Wettkampfverbot für die Hobbyfussballer. «Das ist bedauerlich, doch im Moment richtig. Wir freuen uns umso mehr auf den Moment, wenn wir zum ersten Mal auf den Platz können», sagt Pepe.

Während die Erwachsenen sich gedulden müssen, kommen die Juniorinnen und Junioren unter 16 Jahren schon früher zum Zug, da sie vom Verbot ausgenommen sind. Zwar ist der Trainingsbetrieb des Juniorenklubs Team Brühl Solothurn, der von den vorher genannten Fussballvereinen gemeinsam geführt wird, derzeit unterbrochen, doch es wird geprüft, ob und mit welchen Massnahmen dieser wieder aufgenommen werden kann.

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