Discherheim

Das Discher-Kafi: ein Treffpunkt ohne Schwellenängste

Das Kafi des Discherheims in Solothurn wurde neu gestaltet – und eine Rochade im Stiftungsrat steht an.

Längst ist es in die Stadt hineingewachsen – das Discherheim an der Dürrbachstrasse, wo Erwachsene mit Beeinträchtigungen wohnen und arbeiten. Und es zeugt vom Zeitgeist, diese Menschen in die Allgemeinheit einzubeziehen. Umgekehrt soll aber auch die Allgemeinheit in der Institution zu Besuch sein. Beispielsweise im Discher-Kafi, das die Zutrittsschwelle zur Institution senken soll, «ein Scharnier», wie es Gesamtleiter Daniel Held formuliert.

Die diesjährige Renovation des Saals bildet denn auch die vorerst letzte Etappe mehrer Umbauten der 32-jährigen Institution. Neu ist der Raum durch Schiebetüren unterteilbar. «Die Akustik ist viel besser als vorher und sorgt für mehr Ruhe», stellt Held fest. Für die Neugestaltung des Speiseraums zeichnete die Firma Brawa AG verantwortlich. Deren Inhaber, der bisherige interimistische Stiftungsratspräsident Walter Brand, verdeutlicht die Funktion des Raums: «Es ist ein Ort der Kommunikation in zeitgemässer Gestaltung.»

Normalisierung der Lebenswelt

Die letzte grössere Umgestaltung des Heims liegt vier Jahre zurück. Damals konnte der Neubau des Wohnteils bezogen werden. 64 Personen in acht WGs wohnen und arbeiten im Discherheim, wobei die Trennung beider Bereiche für eine möglichst normalisierte Lebenswelt sorgen soll. Weitere neun Menschen sind extern platziert und haben im Discherheim lediglich ihre Arbeitsstätte.

Weitere Neuigkeiten markieren zudem den Jahreswechsel. Ab 1. Januar steht dem Stiftungsrat Kurt Altermatt – früher Direktionspräsident der Solothurner Spitäler AG – als Präsident vor. Er übernimmt das Amt von Walter Brand, der ihm neu als Vize zur Seite steht. «Ich habe lange Zeit gegenüber dem Discherheim gewohnt und hatte daher einen starken Bezug zur Institution», verrät Altermatt, und bringt gleichzeitig auch seine Freude an diesem ehrenamtlichen Mandat zum Ausdruck. Weiter bilden Esther Luterbacher Graf, Simon Michel (neu), Franziska Roth, Claudia Rüegsegger, Bernhard Schüpbach und Rudolf Steffen (neu) den Stiftungsrat. Gleichzeitig bekannt ist, dass der Gesamtleiter des «Discherheims», Daniel Held, Mitte des kommenden Jahres nach 23-jähriger Tätigkeit im nahtlosen Übergang in den Ruhestand tritt.

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