Solothurn

«Das ‹Come Together› soll von nun an ein Gemeinschaftsprojekt sein»

Die Partygäste aus den verschiedenen Heimen amüsieren sich im Kofmehl. (Archiv)

Die Partygäste aus den verschiedenen Heimen amüsieren sich im Kofmehl. (Archiv)

Unter dem Titel «Come Together» feiern heute Freitag in der Kulturfabrik Kofmehl das Discherheim und Rodania.

Die Party in der Kulturfabrik Kofmehl ist zwei Jahre her – und doch ist sie Joël Sury in bester Erinnerung. «Ich habe damals vielfach gehört, es sei ein typischer Kofmehl-Abend gewesen.» Ein typischer Abend – aber ein aussergewöhnliches Projekt. Sury, der damals noch in der Ausbildung als Sozialpädagoge steckte, organisierte unter der Schirmherrschaft seines Arbeitgebers, dem Discherheim, die Party «Come Together» für Bewohnerinnen und Bewohner des Heims für Menschen mit Behinderung. «Das Feedback der Premiere war durchwegs positiv», erinnert sich Sury heute.

Dass es ein «typischer Abend im Kofmehl» gewesen sei, zeige auf, dass das Ziel erfüllt worden sei - nämlich: keine gekünstelte, sondern eine natürliche Partyatmosphäre zu schaffen. Rund 180 Besucher, also Bewohner des Solothurner Discherheims und des Grenchner Rodania, sowie Betreuer und ihre Freunde, verzeichnete «Come together» anlässlich seiner Premiere. «Für mich war klar: Der Anlass muss definitiv wieder durchgeführt werden – da vor allem unsere Klienten eine weitere Party wollten.»

Nach einem Jahr Pause, das Sury dem Abschluss seiner Ausbildung schuldete, griff er die Idee für 2017 wieder auf. Die Motivation sollte die gleiche sein wie vor zwei Jahren: Das Thema der Inklusion, also des Einbezugs dieser Menschen, nicht nur anzusprechen, sondern in konkreten Plänen umzusetzen. Neu ist die Zusammenarbeit mit besagter Rodania-Stiftung in Grenchen. Unabhängig von Sury sei dort Betreuungsfachfrau Rahel Rappo ebenfalls auf die Idee gekommen, einen Event zu lancieren.

Simon Moser als drittes Mitglied im Kernteam und ebenfalls Fachmann Betreuung, führte die beiden Institutionen resp. ihre Heimleiter schliesslich zusammen. «Uns war klar, dass wir die Grundidee des ‹Come Together› weiterverfolgen wollten und es von nun an ein Gemeinschaftsprojekt sein sollte», sagt Sury. Nur so lassen sich die Synergien optimal nutzen. «Simon Moser organisierte schon etliche Events im Kofmehl und war für uns eine wichtige Verbindungsstelle zum Kofmehl. Mit der Öffentlichkeitsbeauftragen Angelika Wyss der Rodania hatten wir zudem eine Person, welche uns in der ganzen Bewerbung des Events half.»

Als wichtiger Player nennt er natürlich auch das Kofmehl-Team: «Es war auch dieses Jahr wieder von Anfang an mit an Bord und war wie 2015 voll begeistert von der Idee, nebst der Inklusion, auch den Klienten der verschiedenen Heime eine Plattform für Begegnung zu bieten.»

Der Anlass findet am Freitag ab 19 Uhr (Tür) im Kofmehl statt. Zu hören ist Live-Musik von «Pescajamba» und Veronica Fusaro. DJ Ueli Liggenstorfer und DJ SSD sind für Tanzbares ab dem Plattenteller zuständig.

Meistgesehen

Artboard 1