Seit einigen Monaten verfügt das Kunstmuseum über den neuen, unterirdischen Kulturgüterschutzraum hinter dem Museumsgebäude. Doch eine unschöne Erscheinung trübt nun den sonst so properen Eindruck des wieder instandgesetzten Geländes: Mit den jüngsten Regenfällen bildete sich im Rasenstreifen zur Werkhofstrasse eine hartnäckige Wasserlache.

Das Stadtbauamt weiss von dem unliebsamen Phänomen. «Ja, seit letzter Woche ist uns diese Situation bekannt», räumt die Leiterin des Stadtbauamtes, Andrea Lenggenhager, auf Anfrage ein.

Keine Schäden zu befürchten

Warum das Wasser nicht oder nur langsam versickert, gibt allerdings noch Rätsel auf. «Der Grünstreifen als «Versickerungsfläche» ist zwischen dem Asphaltbelag und Strasse relativ gering. Wir klären zurzeit die Ursachen dafür ab. Sobald wir den Grund dafür kennen, können wir die notwendigen Massnahmen festlegen», erklärt Lenggenhager weiter. Massnahmen, um eine künftiges Durchnässen oder sogar ein Einsickern von Wasser in den Kulturgüterschutzraum zu verhindern, erachtet man auf dem Bauamt nicht als notwendig.

«Die Abdichtungen des Kulturgüterschutzraumes sind genügend. Das stehende Wasser hat keinen Einfluss auf die Dichtigkeit des Kulturgüterschutzraumes», ist Andrea Lenggenhager überzeugt. Ob der Drainage des Rasens genügend Beachtung geschenkt wurde, sei noch abzuklären. Nochmals Andrea Lenggenhager: «Wie bereits erwähnt, ist der Grünstreifen relativ gering. Es ist nun zu klären, ob es zusätzliche Massnahmen braucht, um die Versickerung in diesem Bereich zu verbessern.»

Probleme schon beim Bau

Der im November offiziell eröffnete Kulturgüterschutzraum hatte schon in der zweijährigen Bauzeit für etliche Probleme gesorgt. Beim Aushub für den unterirdischen Einbau des 810 Quadratmeter umfassenden Schutzraums hatten sich Bodensenkungen eingestellt, die zu einer Verbreiterung von bereits bestehenden Rissen in den Museumswänden führten. Die damit notwendig gewordene Abstützung der Nordfassade des Kunstmuseums brachte Mehrkosten von rund 200 000 Franken mit sich und verlängerte die Bauzeit um ein halbes Jahr.

Solothurns Stimmvolk hatte einen Kredit von 6,687 Mio. Franken für die neue, zeitgemässe Aufbewahrung der städtischen Kunstschätze gesprochen. Bund und Kanton steuerten 710'000 Franken, die Mathys-Stiftung weitere 50'000 Franken an die Baukosten bei.