Solothurn
«Darth Vader»-Darsteller David Prowse stand seinen Fans Rede und Antwort

Der 78-jährige «Darth Vader»-Darsteller David Prowse war am Montag in Solothurn zu Besuch. Im Museum Altes Zeughaus verteilte er Autogramme an gut 160 Fans und beantwortete Fragen aus dem Publikum.

Deborah Onnis
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«Bösewicht» David Prowse nahm sich in der Autogrammstunde Zeit für seine Fans.

«Bösewicht» David Prowse nahm sich in der Autogrammstunde Zeit für seine Fans.

Tina Dauwalder

Sturmtruppen des Imperiums und «Darth Vader» in voller Rüstung inklusiv roten Leuchtschwerts empfingen die zahlreichen Besucher des Events «Vader meets History» im Alten Zeughaus Solothurn. Keine extrem geschminkten und kostümierten Fans, sondern zirka 160 Personen mittleren Alters – oder jünger – in ganz normaler Erscheinung füllten das Parterre des Zeughauses.

Eine lange Reihe bildete sich dabei vor einem beleuchteten Tisch, wo der Star des Abends bequem und mit Hingabe Autogramme verteilte: David Prowse. Während die jüngeren Besucher eher an den vielen maskierten Darstellern ihren Spass fanden, zeigten die erwachsenen Gäste keine Scheu vor der langen Warteschlange beim Autogrammtisch des Original-Darstellers des «Darth Vader». Ganz in die Rolle vertieft standen dafür auch kostümierte «Star Wars»-Darsteller für Fan-Fotos vor der Kamera.

Livetalk als Highlight

«Wir sind eigentlich ausverkauft», meinte eine Museumsmitarbeiterin. Das gemischte Publikum war auf Stühlen, aber auch stehend im Raum zwischen Rüstungen und Kanonen verteilt. «Es sind Leute aus der ganzen Schweiz hier und einige aus Deutschland», sagte Rinaldo Somaini, Vorsteher der Someprops Movie Collection. Das Zeughaus biete die perfekte Atmosphäre für den Besuch des «Star Wars»-Bösewichts. In der Tat erzeugten das schwache Licht und das alte Gebäude eine unheimliche Stimmung.

Vor dem grossen Highlight, dem Livetalk mit dem Original-Schauspieler David Prowse, präsentierte Jonas Huggenberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, in 15 Minuten einen geschichtlichen Exkurs zum Alten Zeughaus. Bald wurden die erwartungsvollen Besucher aber merklich ungeduldig. Schliesslich waren sie aus einem Grund da: Den Filmbösewicht live zu erleben. Erst Rinaldo Somaini schaffte mit seinem kurzen Vortrag über die Entstehung der «Darth Vader»-Rüstung den Link zum Film und zum geliebten Ritter in Schwarz.

Der «Darth Vader»-Designer Ralph McQuarrie habe sich von verschiedenen Kulturen und Filmen inspirieren lassen, als er vor allem den Helm und die Maske für den Bösewicht erschuf. Dabei nannte er japanische und deutsche Kriegshelme, aber auch den Film «Lawrence von Arabien». Schliesslich kam es zum Livetalk, bei dem sich der 78-jährige David Prowse mit Gehstöcken zur Bühne begab, wo er von «Star Wars»-Figuren umrahmt wurde.

Nicht nur Somaini stellte als Moderator Fragen, sondern auch die Gäste im Publikum kamen zum Zug. Wie ein Grossvater zu seinen Enkelkindern plauderte der grosse alte Bösewicht zu seinen Fans, die er mit lustigen Anekdoten zum Lachen bringen konnte. Ein amüsierter Besucher meinte dazu nur: «Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt.»