Solothurn
Dank Eintrittspreis: Die Basis für eine weitere «Authentica» wurde gelegt

«Zuerst wurden wir zwei Tage lang mit Wasser überschwemmt, dann am Sonntag mit Leuten», zieht Urs Bucher trotz des Wetterpechs am Freitag und Samstag eine positive Bilanz der an Fronleichnam gestarteten «Authentica».

Wolfgang Wagmann
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Authentica-Organisator Urs Bucher (links) pflegt den Kontakt mit seinen Ausstellern

Authentica-Organisator Urs Bucher (links) pflegt den Kontakt mit seinen Ausstellern

Wolfgang Wagmann

Am Sonntagmittag sei einzelnen der 60 Aussteller sogar die Ware ausgegangen, meint der Initiant und Gastgeber der Handwerks- und Lebensmittelproduzenten-Ausstellung im Kapuzinerkloster.

Letztes Jahr wurde die Besucherzahl auf 7000 Personen geschätzt, «diesmal haben wir dank des verlangten Eintritts genaue Zahlen. Es waren an allen vier Tagen tatsächlich wieder 7000 Eintritte, davon allein 2500 am Sonntag.»

Den Eintritt hats gebraucht

Die 7 Franken Eintritt hatte Urs Bucher erstmals erhoben, nachdem letztes Jahr bei der «Authentica»-Premiere die Ausstellung nicht kostendeckend gewesen war. «Diesmal sind wir rausgekommen, und damit ist auch die Basis für eine weitere ‹Authentica› im nächsten Jahr gelegt worden.» Im Ganzen hätten nur gerade zwei Besucher wegen des Eintritts reklamiert. Und auch die sich bildenden Warteschlangen vor der Kasse habe man am Sonntag mit der Eröffnung einer zweiten und dritten Kasse in den Griff bekommen.

Und führe uns in Versuchung
20 Bilder
Welches Kräutlein darfs denn sein
Macht in der Kirche aus alten neue Möbel - Beat Lüthi
Pilzfarm im Klostergarten
Leuchtendes Kuinsthandwerk im Beichtstuhl
Karin Stettler und Daniel Wyss füllen Duvets mit Alpakka-Vlies
Jürg Hädrich hat mehrere hundert Wildpflanzen mitgebracht
In der Küche gibts viel zu degustieren
In der Klosterküche sind Fleischmaudis gut bedient
Im Reich des Apfelweins bei Beatrice und Walter Gloor
Im Klostergarten
Authentica
Gartenfreunde kommen auf ihre Rechnung
Es Probiererli
Die Kaffee-Spezialisten Christine Schürch und Daniel Sutter
Der Archehof der Familie Kreienbühl bietet Wurstprodukte an
Bei Urs Lüthy gibts edle Brände
Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt
Auch für den Spieltrieb der Kinder ist gesorgt
Authentica-Organisator Urs Bucher (links) pflegt den Kontakt mit seinen Ausstellern

Und führe uns in Versuchung

Wolfgang Wagmann

Ein Kränzchen windet an dieser Stelle Bucher den 17 Jugendlichen des 10. Schuljahrs im Wallierhof, die im Projekt Startpunkt während den vier Tagen im Restaurant oder eben an der Kasse sowie beim Aufräumen tatkräftig mitgeholfen haben.

Aussteller brachten Besucher mit

Die «Authentica» war aber auch keineswegs ein Solothurner Insideranlass, denn laut den Erkenntnissen aus dem durchgeführten Wettbewerb lag laut Urs Bucher das Verhältnis zwischen dem lokalen und auswärtigen Publikum. Immerhin bei «halbe halbe». So hätten vor allem die Aussteller aus der ganzen Schweiz ihr Umfeld mit nach Solothurn gebracht. «Die Stadt hat sicher auch von diesen auswärtigen Besuchern profitiert. So ging beispielsweise eine Frauengruppe aus Solothurn abends dann in einem Stadtrestaurant essen.»

«Aussteller gäbe es genug»

Unter dem miserablen Wetter gelitten haben die Aussteller im Klostergarten - «aber Gärtner oder der Trockenmaurer gehören halt dorthin und wollen auch draussen sein», erklärt Urs Bucher. Dabei habe gerade die Pilzfarm Stockental mit ihren Outdoor-Pilzkulturen grosse Resonanz gefunden, «ja ihretwegen sind allein viele Interessierte angereist.»

Festhalten will der «Authentica»-Macher am Rotationsprinzip. «Es könnte auch sein, dass wieder Aussteller des ersten Jahrs an der dritten ‹Authentica› mitmachen werden.» An interessierten Ausstellern, die getreu dem Motto «die Essenz des Guten» auftreten können, mangle es jedenfalls nicht. «Ich hatte dieses Jahr 140 Bewerbungen für die 60 vorhandenen Plätze», so Bucher, und am Montagvormittag seien bereits wieder sieben, acht Anfragen eingegangen.