«Freiheit für Andres Z.!» Mit diesem Transparent stand Kuno Winkelhausen am Sonntagmorgen am Bahnhof Solothurn. Ein Auftritt, der bei den Vorübergehenden heftige Diskussionen auslöst.

«Ich finde das eine Frechheit. So jemand gehört meiner Meinung nach ins Gefängnis und man sollte nicht dafür demonstrieren, dass er freikommt», sagt ein Passant gegenüber Tele M1.

Andres Z. ist der Mann, der vor fünf Jahren in der Solothurner St.-Ursen-Kathedrale 20 Liter Benzin auf den Altar geleert und ihn danach in Brand gesetzt hatte. Vor Gericht erhielt der Brandstifter 14 Monate Gefängnis. Die Strafe wurde jedoch aufgeschoben zugunsten einer therapeutischen Massnahme. Andres Z. verweigerte die ihm gerichtlich aufgezwungene Therapie, weshalb das Amt für Justizvollzug eine Verwahrung beschlossen hatte.

Gegen diese Verwahrung demonstrierte Kuno Winkelhausen. Er war auch gleich der einzige Teilnehmer der von ihm initiierten Demonstration, da seinem Aufruf niemand anders gefolgt ist. Winkelhausen zieht die Einzel-Demo gleichwohl durch und marschiert vom Bahnhof zum Untersuchungsgefängnis Solothurn, wo er den Angeklagten besuchen kann.

Am 15. Dezember wird sich entscheiden, ob Andres Z. verwahrt wird oder nicht. Bis dahin bleibt er in Untersuchungshaft.