Sozialpreis

«Damit etwas Wunderbares weitergeht»: SP unterstützt «das andere Lager»

Der Vorstand der SP Stadt Solothurn mit Sylvia Sailer (mit Blumenstrauss) vom «Verein das andere Lager».

Der Vorstand der SP Stadt Solothurn mit Sylvia Sailer (mit Blumenstrauss) vom «Verein das andere Lager».

Der jährliche Sozialpreis der SP-Solohturn in Höhe von 1000 Franken geht an «Das Andere Lager».

Wie immer verleiht die SP an ihrer Sommer-Versammlung das «Priisli» und würdigt damit eine soziale Institution mit einer Gabe von 1000 Franken. Mit grosser Freude konnte Präsidentin Lea Wormser kürzlich im Restaurant Industrie die diesjährigen Preisträger bekannt geben: «Das andere Lager für behinderte und nichtbehinderte Jugendliche». Für den Verein nahm Sylvia Sailer die Blumen entgegen und erinnerte an eine bewegte Geschichte. Das erste «Andere Lager» war ein Kind der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft. Das Lager war ein Riesenerfolg, die Teilnehmenden riefen nach einer Wiederholung. Ganz viele Idealisten haben das möglich gemacht.

Integration statt Separation

Noch immer gelten die Grundsätze «Integration statt Separation. Nicht nur darüber reden, miteinander tun. Sport – die Bewegung, die bewegt. Gemeinsam lachen, gemeinsam staunen, Grenzen erfahren, neue Möglichkeiten entdecken.» In über 25 Jahren haben sich Hunderte von Jugendlichen und ehrenamtliche Helfer immer wieder zu einem einmaligen Anlass zusammengefunden. Das Lager wurde in Tenero, Schwarzsee oder in Melchtal durchgeführt.

Eine riesige Logistik steckt dahinter. Die Finanzierung durch die öffentliche Hand war 1992 eine einmalige Sache. Aktuell wird ein Drittel der Kosten von den Teilnehmenden bezahlt, zwei Drittel steuern Stiftungen und Sponsoren bei. Die SP hofft, mit dem «Priisli», neue Aufmerksamkeit für «Das Andere Lager» zu schaffen, sagte Franziska Roth in ihrer Laudatio. «Damit eine wunderbare Sache weitergehen kann.»

Die Parteiversammlung vor dem gemütlichen Teil war kurz gehalten. Lea Wormser vermeldete zwei Neueintritte. Im Rückblick auf die letzte Gemeinderatssitzung wurde noch einmal auf die Motion von Corinne Widmer, die den Mangel an Ausbildungsplätzen in der Stadtverwaltung beklagte, hingewiesen. Auch wenn das die bürgerliche Mehrheit anders sehe. Die öffentliche Hand stehe da in der Pflicht. (mgt)

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