Zauberlaterne
Damit die jüngsten Cineasten mit dem Medium Film nicht alleine gelassen werden

Am 13. September eröffnet die Zauberlaterne, das Kinoprogramm für Kinder im Kino Palace, seine neue Spielzeit mit dem Kinderfilmklassiker «Pippi Langstrumpf».

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So wird die Kritikfähigkeit beim Filmeschauen auf vergnügliche Art geschärft...

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Zur Verfügung gestellt

Seit 20 Jahren weckt der Filmklub für Kinder die Faszination für den Qualitätsfilm und führt das jüngste Kinopublikum ins Medium ein. Auch in der anstehenden Saison werden die Kleinen grosse Augen machen: Neun Filme können Sechs- bis Zwölfjährige im Lauf dieses Schuljahres entdecken. Pro Monat gibt es einen Film, von den Anfängen der Filmgeschichte bis heute: Von Animationsfilmen wie «James und der Riesenpfirsich» über Literaturverfilmungen wie «Heidi» bis zu mit Live-Musik begleiteten Stummfilmen wie «Ich wurde geboren, aber...» lernen die jungen Mitglieder die Vielfalt des Kinos kennen und lieben.

Spielerisch lernen

Die Filmvorführungen werden pädagogisch begleitet, sodass das Kinovergnügen zu unterhaltsamer Filmbildung wird. Die Kinder lernen, Filme und ihre Wirkung zu verstehen, sich eine kritische Meinung zu bilden und Gefühle zu erleben und damit umzugehen. Einige Tage vor jeder Filmvorführung erhalten die Mitglieder eine Zeitschrift mit den Informationen zum nächsten Film geschickt. Am Tag der Vorstellung empfängt sie im Kinosaal ein Moderator, der mit den Kindern den Film bespricht. Dann geht die Moderation über in ein kurzes Theaterstück: Eine weitere Darstellerin betritt die Bühne, und gemeinsam bringen sie dem jungen Kinopublikum spielerisch eine Besonderheit des jeweiligen Films näher.

Die Zauberlaterne bietet Kindern eine Ausbildung im Medienkonsum, die Lernen mit Kinospass verbindet. Diese Mission bleibt bedeutend, denn Kinder sind heute wie nie zuvor dem audiovisuellen Konsum ausgesetzt. Oft allein gelassen mit den Bildern, stehen sie den Verwirrungen und Manipulationen ohne ausreichendes Urteilsvermögen gegenüber. In der Zauberlaterne betreten die Kinder den Kinosaal ohne ihre Eltern. Zusammen mit ihren Freunden können sie so den Film frei entdecken. Sie lernen auch, die anderen Kinobesucher zu respektieren und sich im Kinosaal angemessen zu verhalten. Geschulte Betreuer sind im Saal anwesend, um bei einem Übermass an Emotionen oder beim Gang zur Toilette behilflich zu sein. In 75 Filmklubs der Zauberlaterne in der Schweiz engagieren sich über 800 Mitarbeitende ehrenamtlich.

Lausmädchenmässiger Start

Am 13. September präsentiert die Zauberlaterne die Abenteuer von Pippi Langstrumpf auf Grossleinwand. Das rothaarige Mädchen mit den abstehenden Zöpfen ist seit Generationen eine Heldin für Kinder: Stark wie ein Bär und mit riesigem Selbstvertrauen lebt sie ohne Eltern in der Villa Kunterbunt. Dort kann sie tun und lassen, was sie will. Ihre Freunde Annika und Tommy bewundern den Mut und die Eigenständigkeit von Pippi und staunen über ihre Einfälle und verrückten Ideen. Das Drehbuch zum Farbfilm von Olle Hellbom von 1967 schrieb Astrid Lindgren, die Schöpferin von Pippi Langstrumpf. (mgt)

Vorführungen 13. Sept., 25. Okt., 22. Nov., 17. Jan. 2015, 28. Feb., 28. März, 25. April, 30. Mai, 20. Juni, Kino Palace. Einschreiben ab 13 Uhr an der Kasse, Einführung ab 13.15 Uhr, Beginn um 13.30 Uhr. www.zauberlaterne-solothurn.ch