Solothurner Filmtage
Damit alle wissen, wo es langgeht

Die Solothurner Filmtage zeigen sich wie jedes Jahr im gelb-schwarzen Erscheinungsbild. Hinter dem Filmtage-Logo stecken Langenthaler.

Wolfgang Wagmann
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Langenthaler Logo-Crew

Langenthaler Logo-Crew

Solothurner Zeitung

«Das heutige Erscheinungsbild haben wir ab 2001 aus dem damaligen Filmtage-Logo entwickelt.» Gelb und schwarz war es schon damals, und daran konnte auch die Langenthaler Pinc AG mit Geschäftsführer Urs Stampfli nicht rütteln – aber der Raum für die Kreativität wurde nie allzu eng gesteckt. «Unser Anspruch war schon damals, nicht einfach ein Logo zu gestalten. Aus der Schrift heraus fingen wir an, eine Bildwelt zu gestalten, und wir haben diese stetig und konsequent weiterentwickelt.» Und so wird Solothurn zu «seinen» Filmtagen von den Langenthaler Machern jedes Jahr durch ein etwas verändertes Erscheinungsbild der Werbung für den Grossanlass überrascht. Manchmal kamen die Filmtage sehr bildhaft daher, manchmal stellte sich eher die Frage: «Was soll denn das?» Aber gelb-schwarz musste es sein. Vor allem gelb.

Die Wegweiser-Funktion

Die gelb-bestückten Strassenlampen gehören schon seit Jahren zum nächtlichen Erscheinungsbild von Solothurn an den Filmtagen, diesmal jedoch wurden die Stelen auf den öffentlichen Plätzen mit gelben Bändern umwickelt. «Sie erfüllen eine Wegweiser-Funktion, und erstmals haben wir zwei, drei von ihnen zusammengebunden», erklärt Urs Stampfli. Und so stehe beispielsweise auf dem Amthausplatz mit einem Dreierset «ein richtiges Tütschi».

Das gelbe Band sehen Stampfli und sein Langenthaler Büro, mit dem übrigens der Solothurner Künstler Roberto Medici als Partner zusammenarbeitet, als Metapher für ein Filmband, Drehbuch oder einen Handlungsstrang. «Das gelbe Band soll die Stadt in ihren Bann ziehen.» Und das tut es auch im TV-Spot zu den Filmtagen – das gelbe Band durchquert die verschneite Altstadt von Solothurn und landet zuletzt auf der Leinwand. «Zauberhaft, ja mystisch soll er auf die Zuschauer wirken.

Halbe Million für Werbung

Der Spot ist eine sehr gute Werbung für die Stadt, sie kann davon profitieren», ist Urs Stampfli überzeugt. Der Spot wird auch während der Filmtage weiter ausgestrahlt, «und auch bei den Kosten kam uns das Fernsehen sehr entgegen.»

Apropos Kosten: Rund eine halbe Million Franken des 2,8-Mio.-Gesamtbudgets der Filmtage wird für die Werbung und den Auftritt des Grossanlasses Filmtage eingesetzt, «darin sind allerdings auch Gegenleistungen wie jene des Fernsehens oder Naturalleistungen eingerechnet», betont Direktor Ivo Kummer. Die nationale Werbung läuft jedoch nicht nur über den TV-Spot in allen drei Sprachregionen, sondern auch über Kino-Werbung und auf den Grossleinwänden der wichtigsten Schweizer Bahnhöfe.

Banner kontra Fahnenmeer

Das andere visuelle Erkennungszeichen der Filmtage sind die gelbschwarzen Banner, die an allen Aufführungsstätten und neuralgischen Gebäuden angebracht sind – oder angebracht sein sollten. «Wir setzen damit bewusst einen Kontrapunkt zum Fahnenmeer an anderen Anlässen. Und eigentlich hätten wir auch gerne die St.-Ursen-Kathedrale einbezogen.

Doch wir liessen es dann sein», sagt Urs Stampfli. Gegen Pläne, auch das Baseltor und noch mehr Gebäude mit den Bannern zu bestücken, legte die Stadt ihr Veto ein. «Wir haben gefunden, das wäre zu viel geworden. Und wir möchten nicht bei jedem andern Anlass Banner am Baseltor haben», erklärt Stadtschreiber Hansjörg Boll die Vermeidung von Präjudizien.

Nicht aufgegangen ist auch der Plan, «filmtagefreundlichen Geschäften» das gelbe Band als Corporate Identity für die Schaufenster anzupreisen: An der ganzen Hauptgasse haben nur zwei Geschäfte das Band aufgenommen. Und speziell zum Thema Filmtage gestaltete Auslagen wie bei Luxor an der Gurzelngasse sind ohnehin die ganz grosse Ausnahme.

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