In der Kundenhalle der Raiffeisenbank versetzte bereits zu Beginn die Kapelle «Ohalätz» die geladenen Gäste in fröhliche Stimmung. Dabei verfolgten diese auf dem Grossbildschirm die Karriere mit unzähligen Bühnen- und Fernsehauftritten der Geschwister Biberstein. Sie strahlten etwa mit Karl Moik, Carlo Brunner, Alex Eugster, Hansi Hinterseer, Sepp Trütsch, Wysel Gyr und Caroline Reiber um die Wette. Der Bildschirm zeigte aber auch die Geschwister als allerliebste Mädchen in frühester Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof in Hubersdorf. Dort, wo das Singen begann, nämlich beim Abwasch in Mutters Küche.

Alte und neue Kompositionen

Gross beklatscht vom Publikum betraten die Schwestern Ruth, Marie-Louise, Margreth und Dorli die kleine Bühne. Ihr erstes Lied «Du bisch dr Maa zum gärn ha, mit allne Pro und Kontra» widmeten sie charmant dem Stadtpräsidenten Kurt Fluri.

Lange hätten sie studiert, wie sie die CD nennen sollten, meinte Ruth. «Härzbluet» habe sich herauskristallisiert. «Denn das Album ist aus einer Reihe von alten Volksliedern entstanden, die wir als Kinder gesungen haben. Für uns ist es wie ein Heimkommen.» Das Album enthält aber auch neue Kompositionen.

Die Umsetzung ermöglichten die langjährigen Freunde Carlo Brunner und Alex Eugster. Mit vierstimmigem Gesang, Stimmkraft, wohlklingend und untermalt mit Jodel verzauberte das Quartett das Publikum. Ob mit «S’isch mer alles eis Ding», dem emotionalen «Mys Müeti het mer brichtet», «S’isch nümme die Zyt», «Es geischtered» oder dem Solothurner Lied «S’isch immer so gsi». Einfühlsam begleiteten der Krokus-Gitarrist Fernando von Arb und der Akkordeonist Urs Meier von Oesch’s die Dritten die meisten Lieder der Geschwister.

«Glanz und Gloria» war dabei

Feierlich übergoss Taufpate Fernando von Arb die CD mit Champagner. Der Rocker sprach von «gschpürig» gesungenem und produziertem Album. Carlo Brunner blickte zurück auf 27 Jahre Freundschaft und zwölf CD-Taufen. Stadtpräsident Kurt Fluri anerkannte: «Die Bibersteins sind ein Stück Solothurner Kultur.» Hätte Solothurn eine Einrichtung wie das UNESCO-Kulturerbe, dann wären sie dabei. Er sei überzeugt, dass die Lieder-Palette den Leuten ins Herz gehe.

«Ich bin sprachlos», sagte der Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Solothurn, Richard Burgener, der die Bibersteins erstmals live erlebte. «Ich bin stolz, dass unsere Bank, welcher Kultur in der Region sehr wichtig ist, Gastgeber sein darf», sagte der Walliser. Ganz klar, dass der Erfolgstitel des «Grand Prix der Volksmusik» vom Jahr 1988 nicht fehlen durfte. Mit «So en Tag» erzielte das Quartett entsprechend «e Stimmig, wie si besser nit chönnt sie». Klatschend und strahlend sangen die geladenen Gäste mit – und alles unter Aufzeichnung für die Sendung «Glanz und Gloria» von SRF.