Schon komisch, dieses Solothurn: Bei jeder Hundsverlochete, jedem Bierfeschtli im Oktober oder wenn ein paar Velobuben durch den Schanzegraben flitzen, hisst es bunte Tücher an den Fahnenmasten auf den Brücken. Und wenn mal grad gar nichts passiert, dann flattert wenigstens Rotweiss im Biswind. Selten genug ist das der Fall, doch bei den wirklich raren Big Events macht Solothurn gar keine Falle – oder vielmehr Fahne auf.

Wir reden von den «Big two», die mit «F» anfangen: der Fasnacht und den Filmtagen. In dieser Reihenfolge. Zwar gibts an beiden Grossanlässen unzählige Fahnen, zumeist zu später Stund. Doch beflaggt wird nicht. Auch wenn über die Wengi- und Kreuzackerbrücke die Chesslete, zwei Umzüge und der Zapfenstreich die Alt- und Vorstadt fasnächtlich verbinden.

Also, liebe UNO: Lasst Euch etwas einfallen! Wir wollen ein buntes Honolulu-Fahnenmehr mit Konfetti-Design. Rundum. Zum Plakettenwettbewerb gibts hüür noch den zum Fähnli. Das Geld dafür? Sammeln wir. Mit «Crowdfahnding», «Fahndrising», mit Fahnegötti und -gotte. Oder total traditionell an den Umzügen. Mit Münz vom Publikum – in einer mitgeschleipften Fahne.

wolfgang.wagmann@azmedien.ch