Solothurn
«Couronne»-Einsprecher abgeblitzt – heisst das freie Bahn für die Hof-Umgestaltung?

Jahrelang focht ein Nachbar gegen die Bauherren und Betreiber des Hotels Couronne um die Gestaltung des Innenhofs. Nun hat das Verwaltungsgericht zwei Machtwörter gesprochen und die Beschwerden abgewiesen.

Wolfgang Wagmann
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Wolfgang Wagmann

Er hat Justitia seit Jahren auf Trab gehalten; nun ist ein Ende des Rechtsstreits absehbar: Der Eigentümer der Nachbarliegenschaft ist mit zwei Beschwerden gegen die Bauherren und Betreiber des Restaurants/Hotel Couronne vor dem Verwaltungsgericht abgeblitzt. Nun steht dem Beschwerdeführer nur noch der Gang ans Bundesgericht in Lausanne offen.

Bereits vor dem Umbau des im Mai 2017 wieder eröffneten Hauses hatte der Einsprecher für erhebliche Verzögerungen gesorgt. So wehrte er sich gegen Parkplätze im Innenhof der vormaligen «Krone» und gegen die Dachhöhe des südlichen Leisttrakts, in dem Wohnungen eingebaut worden sind. 2015 kam es zwar zu einem Vergleich; die Investorin und Baurechtsinhaberin Swiss Prime Anlagestiftung verzichtete auf die Parkplätze. Sie erwarb dafür die Hotelgarage in der Seilergasse und baute sie um. Doch der Nachbar fand weiteres Juristenfutter: Er stellte sich in zwei Punkten gegen die Anlagestiftung, die «Couronne»-Betreiberin Genossenschaft Baseltor und die städtische Baukommission, welche die Innenhof-Umgestaltung sowie den Einbau eines Lüfters und des dafür notwendigen Splitgeräts bewilligt hatte.

Keine unzumutbare Lärmbelästigung

Das Verwaltungsgericht sah im Einbau der Lüftungsanlage weder einen Verstoss gegen die Luftreinhaltung noch gegen die Lärmschutzvorschriften und wies die Beschwerde vollumfänglich ab. Gleiches widerfuhr dem Vorstoss gegen die Hofumgestaltung mit Bäumen, Rabatten und ein paar Apérotischen. Hier hatte der Einsprecher vor allem (nächtliche) Lärmimmissionen durch die Gäste befürchtet, was das Gericht angesichts von falschen Annahmen für haltlos befand.

Die zwei Urteile kommen den Nachbarn teuer zu stehen: Insgesamt werden für ihn 2500 Franken Verfahrenskosten und fast 14'600 Franken Parteienentschädigungen fällig.